c't 2/2017
S. 54
Reportage
Roboter-Startup Anki
Aufmacherbild

Cozmologisch

Bei Anki entstehen Spielzeugroboter mit „Persönlichkeit“

In San Francisco arbeiten drei Robotik-Spezialisten mit mehreren Dutzend Ingenieuren, Spieldesignern und Filmanimatoren an Robotern mit simulierter Persönlichkeit. Im Oktober erschien ihr Erstlingswerk Cozmo in den USA.

Im Jahr 1986 war alles noch Science Fiction: Im Film „Nummer 5 lebt“ entwickelt ein Roboter Gefühle und freundet sich mit Menschen an. 30 Jahre später versucht das Tech-Startup Anki die Fiktion zur Wirklichkeit zu machen und präsentiert mit Cozmo einen Roboter-Kumpel mit „Emotionen“ – eine putzige Mischung aus WALL-E und BB-8. Er spielt, ärgert sich und trickst seine Besitzer aus. Seit Oktober 2016 gibt es den Spielzeugroboter für knapp 200 US-Dollar in den USA zu kaufen – im kommenden Jahr wahrscheinlich auch in Deutschland.

Mit welchen Tücken die Designer, Programmierer und KI-Experten bei Cozmos Entwicklung zu kämpfen hatten, verriet uns Anki-Präsident Hanns Tappeiner bei einem Firmenbesuch in San Francisco. Der Österreicher gründete die Firma 2010 zusammen mit den beiden Studienkollegen Boris Sofman und Mark Palatucci; die drei hatten an der Carnegie Mellon University im Bundesstaat Pennsylvania im Fach Robotik promoviert.

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