c't 2/2017
S. 102
Test
Kontinuierliche Blutzuckermessung

Aufschlussreiche Kurven

Blutzucker messen per Sensor und App

Zum FreeStyle-Libre-System mit Sensor und Lesegerät gibt es neuerdings zwei Android-Apps des Herstellers. Und auch andere Entwickler haben Apps dafür herausgebracht.

Für Menschen mit Diabetes ist es Routine, sich viermal am Tag in den Finger zu piksen. Vor den Mahlzeiten und vor dem Schlafengehen tunken sie einen Messstreifen in einen Tropfen Blut, um ihren aktuellen Blutzuckerwert zu ermitteln. Doch diese punktuell ermittelten Werte erzählen nicht die ganze Geschichte: So kann es sein, dass die BZ-Werte abends und morgens gut sind, während der Nacht aber unbemerkt zu niedrig waren. Solchen Schwankungen kommt man nur durch kontinuierliches Messen auf die Schliche. Vom US-amerikanischen Hersteller Abbott gibt es dafür das FreeStyle-Libre-System mit Sensor und Lesegerät. Alternativ lässt sich der Sensor auch mit einem Android-Smartphone mit geeignetem NFC-Chip auslesen. Hersteller Abbott und einige andere Anbieter haben dafür passende Apps herausgebracht.

Der 5 Gramm schwere Sensor ist so groß wie eine 2-Euro-Münze und kostet 60 Euro. Er misst alle 15 Minuten den BZ-Wert und speichert die Werte der zurückliegenden 8 Stunden. Eine Silberoxid-Batterie versorgt den Sensor mit Strom. 14 Tage nach der Aktivierung schaltet er sich ab. Dies wird in Foren zum Teil als geplante Obsoleszenz angeprangert, erscheint allerdings sinnvoll – immerhin klebt der Sensor fest auf der Haut und sein 5 Millimeter langer Messfühler liegt im Gewebe.

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Das Lesegerät zum Sensor ist handlich, robust und leicht zu bedienen. Es taugt aber kaum, um Angaben zu Lebensmitteln, Sport oder Insulindosis einzutippen.