c't 2/2017
S. 25
News
Grafik-Hardware

Stifttabletts mit und ohne CPU

Das Windows-10-Tablet MobileStudio Pro wird mit 13 oder 16 Zoll Display-Diagonale angeboten. Der mitgelieferte batterielose Stift soll viermal so druckempfindlich sein wie der Vorgänger und fast verzögerungsfrei arbeiten.

Wacom bringt neue LCD-Grafiktabletts und Windows-10-Tablets mit Stiftbedienung auf den Markt: Das Cintiq Pro wird per USB-C oder Mini-DisplayPort als Zweit-Display an einen vorhandenen Rechner angeschlossen; beim MobileStudio Pro steckt im Gehäuse ein ganzer Rechner. Beide Geräteklassen werden mit 13 oder 16 Zoll Bildschirmdiagonale angeboten.

Der Digitizer ist jetzt direkt in das Display eingearbeitet, statt darunter zu liegen. So soll er die Stiftposition schneller erkennen, auch schrumpft die Parallaxe, also der Versatz zwischen Stiftspitze und Zeiger. Damit schließt Wacom endlich zu Apple auf, dessen iPad Pro das alles schon seit einem Jahr kann.

Der mitgelieferte Wacom Pro Pen 2 arbeitet weiterhin batterielos, soll aber 8192 Druckstufen auflösen – viermal so viel wie die bisherige Wacom-Stiftgeneration. Der Digitizer erkennt weiterhin den Neigungswinkel des Stifts, wodurch sich Airbrush-Pistolen oder Zimmermannsbleistifte besser simulieren lassen. Zum Transport liefert Wacom jetzt einen Schutzbehälter mit, der auch als Zigarrenhülse durchgehen könnte.

Das MobileStudio Pro 13 bietet ein WQHD-Display (2560 × 1440) und wird in vier Varianten angeboten: mit 64 oder 128 GByte SSD-Speicher und Core-i5-Prozessor oder 256- beziehungsweise 512-GByte-SSD und Core i7. In der 16-Zoll-Variante steckt ein UHD-Display (3840 × 2160) und entweder ein i5 mit 256 GByte SSD oder ein i7 mit 512 GByte.

Dem kleinsten Modell stehen 4 GByte Arbeitsspeicher zur Verfügung, den mittleren Modellen 8 GByte, den jeweils höchsten Ausbaustufen 16 GByte. In den 13-Zoll-Modellen steckt nur Intel-Grafik (Iris 550); die 16-Zoll-Modelle werden mit Nvidia-Quadro-Chips beschleunigt (M600M bzw. M1000M). Eine Tastenleiste an der Seite soll eine tastaturfreie Bedienung ermöglichen. Die Preise liegen zwischen 1600 und 3200 Euro.

Da wirkt das Cintiq Pro vergleichsweise frugal: Die 13-Zoll-Variante kostet 1100, das 16-Zoll-Modell 1600 Euro. Das kleine Modell bietet nur HD-Auflösung (1920 × 1080) und 87 Prozent Adobe RGB, das große enthält hingegen ein 4K-Display (3840 × 2160) mit 94 Prozent Adobe RGB. (ghi@ct.de)

Kommentieren