c't 20/2017
S. 82
Praxis
Windows härten: Web und E-Mail
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Härter surfen

Browser und E-Mail gegen Angriffe absichern

Ein Großteil der Attacken auf Anwender läuft über Web und E-Mail. Zugunsten der Bequemlichkeit lassen Software-Hersteller Einfallstore offen – zur Freude von Kriminellen und Datensammlern. Wenige Handgriffe genügen, damit der poröse Schutz zum massiven Wall wird.

Ob Erpressungstrojaner, Bot-Clients oder Spyware: Laut Kaspersky Security Network gelangt Schad-Software im Wesentlichen auf zwei Wegen zum Anwender: entweder über Social Engineering oder durch unbemerkte Infektionen mit Skripten aus dem Web oder aus E-Mails. Allein die Virenscanner von Kaspersky registrierten nach Unternehmensangaben Angriffsversuche von mehr als 33 Millionen verschiedenen Webseiten – im 2. Quartal 2017.

Rund die Hälfte der beobachteten Angriffe zielten demnach auf offene Flanken in Webbrowsern (39 %), Java (6 %) oder Flash (5 %). Schon, dass die bekannt unsicheren Runtimes von Oracle und Adobe Ziel von mehr als zehn Prozent der Attacken sind, lässt aufhorchen. Offensichtlich schieben noch viel zu viele Anwender jedes Sicherheitsbewusstsein beiseite, wenn Komfortverlust droht. Oder sie wissen schlicht nicht, wie leicht es ist, die installierte Internet-Software mit wenigen Mausklicks gegen Angriffe und allzu große Neugier zu wappnen.

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