c't 20/2017
S. 72
Hintergrund
Google Daydream VR im Langzeitcheck

Tagträumer

Googles VR-Plattform Daydream: Was hat sich nach einem knappen Jahr getan?

Seit November 2016 dümpelt die Smartphone-Virtual-Reality-Plattform Google Daydream vor sich hin – vor allem, weil sie bislang nur auf eher exotischen Handys funktionierte. Nun unterstützt mit dem Galaxy S8 das erste Mainstream-Gerät Daydream VR. Gelingt der Plattform damit der Durchbruch?

Richtig durchstarten sollte Googles VR-Plattform Daydream im Herbst letzten Jahres – und zum Virtual-Reality-Standard auf Smartphones werden. Als wir das System in c’t 25/16 erstmals testeten, waren Software-Angebot und Auswahl an kompatiblen Smartphones logischerweise noch arg klein. Nach 10 Monaten könnte dem System jetzt erstmals der Durchbruch gelingen: Ab sofort lässt sich Daydream auf dem Samsung Galaxy S8(+) nutzen, eines der weltweit am häufigsten verkauften Geräte. Wir werfen deshalb einen zweiten Blick auf Plattform und App-Angebot.

Bislang gibt es nur ein Daydream-kompatibles Headset – nämlich das offizielle von Google.

Was sofort ins Auge fällt: Die App-Auswahl hat sich mehr als versiebenfacht. Zählten wir zum Start lediglich 32 Software-Titel, sind es inzwischen 242, davon 144 Spiele, der Rest sind Video-Apps oder „Experiences“ wie Achterbahn-Fahrten. Und auch in Sachen Handy-Unterstützung hat sich einiges getan: Allerdings laufen nicht zwangsläufig alle Daydream-Apps auf allen Smartphones: Während auf dem Google Pixel alle 242 Apps installierbar waren, zeigte das S8 im Test nur 229 Daydream-Apps an. Neben Pixel (XL) und S8 (+) läuft die Plattform auf Motorola Moto Z und Moto Z Force, dem Huawei Mate 9, ZTE Axon 7 sowie dem Asus Zenfone AR.

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