c't 21/2017
S. 24
News
Hardware

Intel-Minis mit 15-Watt-CPUs und Dual-HDMI

Intels neue Mini-PCs steuern mit HDMI-2.0-Buchsen zwei 4K-Displays mit 60 Hz an.

Intel stellt vier neue NUC-Mini-PCs mit Kaby-Lake-Mobilprozessoren vor. Zum Einsatz kommt entweder ein Core i3-7100U oder der vPro-fähige Core i5-7300U, welcher zusammen mit dem Netzwerk-Chip I219-LM Fernwartungsfunktionen ermöglicht: die Active Management Technology (Intel AMT). Außerdem bieten die NUCs (Codename: Dawson Canyon) erstmals zwei HDMI-2.0a-Buchsen, die ebenso viele 4K-Bildschirme mit 60 Hz ansteuern können – aber nur einer auch mit HDCP 2.2.

Intel bietet zwei Gehäusebauformen an: eine besonders flache mit Platz für eine M.2-SSD und eine rund doppelt so hohe mit Platz für einen zusätzlichen 2,5-Zoll-Datenträger. Von jeder Bauform gibt es zwei Varianten mit je einem der beiden genannten Prozessoren. Die flachen Bauformen heißen NUC7I3DNKE und NUC7I5DNKE, die hohen NUC7I3DNHE und NUC7I5DNHE. Sie sind vorerst nur in den USA ab 445 US-Dollar erhältlich – in der günstigsten Konfiguration mit 128 GByte M.2-SSD und 4 GByte Speicher. Manche Hersteller verkaufen die NUCs auch mit passiv gekühlten Gehäusen.

Anfang 2018 soll die NUC-Serie „June Canyon“ erscheinen, mit ebenfalls zwei HDMI-2.0a-Buchsen, aber Prozessoren des Typs Intel Celeron J4105 und Pentium J5005 aus der neuen Reihe Gemini Lake. Außerdem enthüllten inoffizielle Präsentationsfolien im Laufe des Jahres 2018 auch „Bean Canyon“ genannte NUC-Versionen mit Vierkern-Prozessoren der Core-i-Serie (15W TDP) und Thunderbolt-3-Buchse. (mfi@ct.de)

Schubladen-Gehäuse zum Reinschauen

Die Schublade des Nanoxia Project-S-Mini soll den Hardware-Einbau erleichtern.

Nanoxias Project-S-Familie besteht aus den Modellen S, S Midi und S Mini. Von anderen Gehäusen unterscheiden sie das vollflächige Seitenfenster aus gehärtetem Glas und die Schublade, die sich zum Einbau der Hardware herausziehen lässt. Alle Varianten besitzen Staubfilter an den Lüfter-Montageplätzen und tragen an ihrer Gehäusefront je eine USB-C-Buchse, zwei USB-3.0-Ports, Audio-Anschlüsse sowie eine RGB-Leuchtleiste.

Unterschiede gibt es im Inneren: Wo das Project S Platz für Mainboards bis zum ATX-Format und maximal sieben Erweiterungskarten bietet, passen ins Midi-Modell noch Micro-ATX-Boards und bis zu vier Karten; beim Mini ist bei Mini-ITX und zwei Karten Schluss. Die modularen Laufwerkskäfige der beiden kleineren Modelle nehmen ein 3,5-Zoll-Laufwerk und zwei 2,5-Zoll-SSDs auf, das große fasst jeweils ein Laufwerk mehr. Das Mini braucht ein SFX-Netzteil, die anderen beiden sind für ATX-Netzteile gedacht. Nanoxias Project-S-Mini und -Midi sind für 150 respektive 160 Euro in Schwarz verfügbar. Das auch in Silber erhältliche Project S kostet 230 Euro. (bkr@ct.de)

GeForce GTX 1070 Ti kommt Ende Oktober

Eine schnellere Ti-Version der Spieler-Grafikkarte GeForce GTX 1070 soll Ende Oktober erscheinen. Dies hat c't aus Branchenkreisen erfahren. Erste Karten sollen in den ersten Novembertagen in den Handel gelangen. Ob die 1070 Ti mehr Shader-Kerne oder schlicht höhere GPU- oder Speicher-Taktfrequenzen bietet, war bis zum Redaktionsschluss noch unklar.

Die neue GeForce konkurriert mit den Herstellerkarten der Serie AMD Radeon RX Vega 56. Diese sollen ebenfalls frühestens Ende Oktober in den Handel gelangen – also zwei Monate nach dem offiziellen Marktstart. Der Grund für die starke Verzögerung liege den Herstellern zufolge an der Knappheit der benötigten Vega-10-Grafikchips. Bisher hat nur Asus ein Eigendesign angekündigt: die Radeon RX Vega Strix. (mfi@ct.de)

Intels Core-i-8000-CPUs starten

Intels Prozessoren der achten Core-i-Generation kommen am 5. Oktober in den Handel. Bei unveränderter Mikroarchitektur hat jede der drei Unterfamilien zwei Kerne mehr an Bord: Der Core-i3 wird eine Vierkern-CPU ohne Hyper-Threading oder Turbo, der i5 ein Sechskerner mit Turbo. Der i7 bekommt zusätzlich noch Hyper-Threading und somit 12 Threads.

Den Hexa-Core-Einstieg bildet der Core i5-8400, der zum gleichen Preis von 182 US-Dollar seinen Vorgänger i5-7400 ablöst; ebenso ersetzt der i7-8700 den i7-7700. Die übertaktbaren Spitzenmodelle Core i5-8600K (257 US-$) und i7-8700K (359 US-$) verteuern sich etwas. Zwar nutzen die Coffee-Lake-CPUs die bisherige Fassung LGA 1151, aber sie laufen nicht mehr in Boards mit Intels 200-Chipsatzfamilie. Stattdessen erfordern sie den neueren Z370-Chipsatz. Intel gibt als Grund geänderte Anforderungen an die Spannungsversorgung an. (bkr@ct.de)

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