c't 21/2017
S. 16
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Formate-Krieg

HDR10+: Der Streit um die HDR-Hoheit

Das statische HDR10-Format ist nicht zukunftssicher, erst dynamische Verfahren werden den Anforderungen der kommenden Jahre gerecht. Nach Dolby Vision tritt mit HDR10+ ein zweites dynamisches HDR-Verfahren an – und findet etliche Unterstützer.

Um teure 4K-Fernseher auch künftig verkaufen zu können, müssen die Geräte außer ultrahoher Auflösung einen erhöhten Kontrast (High Dynamic Range, HDR) nebst erweitertem Farbraum bieten. Hierüber sind sich die TV-Hersteller ebenso einig wie darüber, dass ein statisches Verfahren wie HDR10 für die Speicherung und Darstellung der Videobilder keine optimale Lösung ist. Erst mit dynamischen Verfahren, bei denen das Studio Szene für Szene statt einmalig festlegt, wie das Bild konkret aussehen soll, können künftige HDR-Filme auf allen Fernsehern so gut aussehen, wie es sich der Produzent vorgestellt hat.

Als gesetzt schien hier lange Dolbys dynamisches Verfahren Dolby Vision – zumal LG, Oppo, Philips USA (als Marke von Funai) und Sony bereits passende 4K-Fernseher und UHD-Blu-ray-Player präsentierten. Doch dann fuhr Samsung dem Dolby-Lager mit einer ebenfalls dynamisch arbeitenden Eigenentwicklung namens „HDR10+“ in die Parade. Die soll ebenso leistungsfähig sein, als offenes und lizenzkostenfreies Verfahren für die TV-Hersteller aber wesentlich attraktiver als das proprietäre und lizenzpflichtige Konkurrenzsystem.

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