c't 22/2017
S. 124
Hintergrund
Dynamisches Geometriesystem
Aufmacherbild
Bild: Albert Hulm

Mathe-Großfamilie

Das dynamische Geometriesystem GeoGebra für Desktop und Mobilgeräte

GeoGebra ist seit Kurzem in Version 6 erhältlich. Seitdem hat die freie Mathematiksoftware zum ersten Mal auf allen Plattformen dasselbe Erscheinungsbild – ein guter Anlass, einen Blick auf die rasante Entwicklung der GeoGebra-Programmfamilie zu werfen und insbesondere die schlanken, leistungsfähigen Mobil-Apps etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.

Etwa 30 Millionen registrierte Nutzer aus 190 Ländern tauschen über 900.000 Materialien in einer Software aus, die in 64 Sprachlokalisierungen zur Verfügung steht. Wer das hört, würde den Gegenstand dieses Programms wohl nicht erraten: Es geht nicht um Gaming, Audio oder Video, sondern um Mathematik.

Die Erfolgsgeschichte der Mathematiksoftware GeoGebra beginnt im Jahr 2001 an der Universität Salzburg. Der Diplomand Markus Hohenwarter entwickelt eine Software, die den Zusammenhang von Geometrie und Algebra – daher der Name GeoGebra – am Computer dynamisch visualisieren soll. In den folgenden Jahren erweitert Hohenwarter das System im Rahmen seiner Dissertation. 2004 kommt die Möglichkeit hinzu, Funktionsgraphen zu zeichnen. 2006 wird GeoGebra zum Open-Source-Projekt, 2008 ist es bereits in 39 Sprachen verfügbar.

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Die Web-App lässt sich durch Klick auf „Grafikrechner“, „GeoGebra Geometrie“ oder „GeoGebra Classic“ starten. Es handelt sich um drei unterschiedliche Ansichten derselben App.