c't 22/2017
S. 102
Test
Windows 10: Das "Fall Creators Update"
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Windows 10, die fünfte

Das „Fall Creators Update“ für Windows 10 ist fertig

Ab dem 17. Oktober gibt es wieder ein Windows-10-Upgrade. Diverse kleine Änderungen an Bedienung und Aussehen sollen das System komfortabler machen. Doch nicht nur das: Microsoft liefert auch einen neuen Schutz vor Erpressungstrojanern mit.

Es ist wieder so weit: Microsoft verteilt eine neue Ausgabe von Windows 10 – ein sogenanntes Feature- oder auch Funktions-Upgrade. Aus technischer Sicht ist es eine neue Version von Windows, die per Upgrade-Installation über das vorhandene System installiert wird. Diesmal trägt es die Versionsnummer 1709. Weil das etwas dröge klingt, gibt Microsoft den neuen Ausgaben auch immer klingende Namen. Nach dem „Creators Update“ im vergangenen April kommt nun das „Fall Creators Update“, also die Herbst-Ausgabe des Creators Update – sonderlich kreativ ist das nicht.

In der Praxis spielt der dröge Name keine Rolle, denn die Entwickler haben wieder einmal eine Menge an größeren und kleineren Details an Funktionen und Bedienung geändert, die zwar keine Revolution auslösen, aber in der Summe doch oft willkommene Verbesserungen darstellen. Und das Fall Creators Update geht noch weiter: Microsoft hat der neuen Version ein paar beachtenswerte Sicherheitsfunktionen spendiert – insbesondere einen Ordnerschutz, der Erpressungstrojaner gegen die Wand laufen lassen soll (siehe S. 107).

Das seit dem Anniversary Update aus dem August 2016 enthaltene Linux-Subsystem (Windows Subsystem for Linux, WSL) ist inzwischen dem Betastadium entwachsen – Microsoft will damit vor allem Entwickler umgarnen. Was der Unterbau kann und warum er auch für ambitionierte Anwender einen Blick wert ist, zeigen wir ab Seite 108.

Video: Nachgehakt

An der Methodik der Windows-Updates und Feature-Upgrades für Windows 10 hat Microsoft immer wieder geschraubt – den Überblick kann man schnell mal verlieren. Was es mit Windows Update for Business, Semi-Annual Channel, differenziellen Downloads & Co. auf sich hat, erklären wir ab Seite 112.

Es kommt, wie es kommt

Nicht geändert haben sich die Verteilungskanäle der neuen Windows-Ausgabe: Im Regelfall kommt es per Windows Update. Tut sich dort nichts, kann die Ursache eine ungewöhnliche oder nicht mehr ganz taufrische Hard- oder Software-Ausstattung sein, die Windows an den Update-Server gemeldet hat. Solche PCs bekommen das Feature-Upgrade zunächst nur vereinzelt. Erkennt Microsoft anhand von Telemetrie-Daten, dass das Upgrade funktioniert, gibt Microsoft es für die breite Masse frei.

Kommt bekannt vor, ist es auch: „Bahnschrift“ ist Microsofts Version der Straßenschild-Schriftart DIN 1451.

Kommt das Fall Creators Update nicht von selbst, lässt es sich forcieren – etwa mittels eines Setup-USB-Sticks, den man sich zuvor mit Microsofts kostenlosem Media Creation Tool erstellt hat. Wichtig ist dabei, den PC nicht vom Stick zu booten, sondern die Datei setup.exe vom Stick aus dem schon installierten, laufenden Windows heraus zu starten.

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