c't 22/2017
S. 25
News
Internet

Screenhots und Empfehlungen mit Firefox

Mit dem Screenshot-Werkzeug von Firefox kann der Benutzer festlegen, welchen Bereich des Browser-Fensters er festhält.

Firefox enthält in der jüngsten Version 56 ein praktisches Screenshot-Tool. Damit angefertigte Bildschirmfotos speichert der Browser lokal oder in der Cloud. Mit der neuen Funktion „Send Tab“ schicken Mobilnutzer ein geöffnetes Tab bequem an ihren Desktop-Firefox – oder anders herum. Zudem startet Firefox einen öffentlichen Test einer neuen Suchfunktion, die bereits bei der Eingabe von Suchbegriffen in der Adresszeile Vorschläge unterbreitet. Dafür wird jeder Hundertste von der Mozilla-Webseite heruntergeladene Firefox-Installer mit dem Add-On von Cliqz versehen.

Dieses wertet die Surfaktivitäten des Nutzers aus und sendet die URLs der Seiten, die er besucht, an die Server von Cliqz. Mozilla verspricht, dass sensible Informationen vor dem Versand entfernt, keine Profile individueller Nutzer angelegt und IP-Adressen gelöscht werden. Wer das Cliqz-Add-on erhalten hat und nicht mit der Datenübertragung einverstanden ist, kann es jederzeit deinstallieren. (jo@ct.de)

Facebook: Zigtausende Fake-Accounts entfernt

Facebook hat im Nachgang der Bundestagswahl seine Maßnahmen gegen Fake News erläutert. Einem Posting von Facebooks Cheflobbyist Richard Allan zufolge hat der Konzern in den Monaten vor der Wahl eng mit deutschen Behörden wie dem BSI zusammengearbeitet und verdächtige Aktivitäten ausgewertet, um „zehntausende Fake-Accounts in Deutschland“ zu entfernen. Mit maschinellem Lernen habe das Netzwerk zudem Spam und Clickbait-Meldungen bekämpft.

Nach und nach wird durch Untersuchungen der Vorkommnisse während des US-Präsidentenwahlkampfs deutlich, wie stark dort soziale Netzwerke auch aus dem Ausland genutzt wurden, um die Wähler zu beeinflussen. Facebook geht nach internen Auswertungen mittlerweile davon aus, dass etwa 10 Millionen Menschen in den USA politische Anzeigen von Profilen gesehen haben, die möglicherweise mit russischen Drahtziehern in Verbindung stehen. Auch Twitter und Google haben auf ihren Plattformen Werbung und Profile gefunden, die zur Stimmungsmache in den USA genutzt worden sein sollen.

Derweil erlebte Österreich im Vorfeld der dortigen Nationalratswahlen einen handfesten Skandal mit fingierten Facebook-Seiten, die im Umfeld der SPÖ betrieben wurden und sich mit Sebastian Kurz, dem Kanzlerkandidaten der Österreichischen Volkspartei (ÖVP) befassen. So unterhielt ein Berater der SPÖ die rassistische Facebook-Seite „Die Wahrheit über Sebastian Kurz“ und die vorgebliche Fanseite „Wir für Sebastian Kurz“. SPÖ-Geschäftsführer Georg Niedermühlbichler ist wegen der Affäre zurückgetreten, die beiden Facebook-Seiten wurden inzwischen gelöscht. (jo@ct.de)

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