c't 22/2017
S. 14
News
Google

Google Home nun auch handlich oder mit Wumms

Google Home Mini bringt keinen satten Sound, aber den Google Assistant für 60 Euro ins Wohnzimmer.

Google hat eine Einstiegsversion seines WLAN-Lautsprechers mit integriertem Sprachassistenten vorgestellt. Der „Google Home Mini“ kommt am 17. Oktober für 59 Euro auf den Markt und tritt damit in Konkurrenz zum Echo Dot von Amazon. Der Lautsprecher ist mit Stoff bezogen und wird in einem dunklen Grau, einem hellen Grau oder als korallfarbenes Modell angeboten. Vier LEDs auf der Oberseite geben dem Anwender visuelle Rückmeldungen.

Der Mini erkennt zudem Antippen, worüber sich beispielsweise die Lautstärke regeln lässt. Google verspricht, dass der kleine Lautsprecher einen überzeugenden 360-Grad-Sound liefert. Mangels Volumen wird er klanglich mit dem regulärem Google Home nicht mithalten. Wem die Tonqualität nicht ausreicht, der kann das Audiosignal per Chromecast an eine passende Stereoanlage senden.

Nach oben rundet Google sein Smart-Speaker-Sortiment mit dem „Google Home Max“ ab, der im Dezember für 399 Dollar zunächst auf den US-Markt kommen soll. Im Lautsprecher steckt unter anderem ein rund 11,4 cm großer Tieftöner. Google verspricht, dass das neue Flaggschiff zwanzig Mal so laut aufspielen kann wie der Google Home.

Musik soll er nicht nur laut, sondern auch mit guter Klangqualität wiedergeben. Möglich macht dies laut Google eine Funktion namens „Smart Sound“, deren Einmesselektronik Einschränkungen durch den Standort in wenigen Sekunden automatisch ausgleicht. Zwei Google Home Max lassen sich zu einem Stereopaar verbinden, zudem bietet er wie die anderen Google-Home-Lautsprecher über Chromecast eine Multiroom-Audio-Funktion.

Dem Google Assistant hat Google auf allen Home-Lautsprechern ebenfalls neue Tricks beigebracht: Er erkennt mit Hilfe einer „Voice Match“ genannten Funktion nun verschiedene Benutzer. So bekommt beispielsweise jeder Bewohner seine eigenen Kalendereinträge aufgesagt oder die persönlichen Playlists abgespielt. Mit sogenannten Verknüpfungen soll der Assistant zudem künftig auf einen einzelnen Befehl mehrere unterschiedliche Aufgaben in einem Rutsch erledigen. So ließen sich beispielsweise mit „Gute Nacht!“ alle Lampen ausschalten, die Jalousien schließen und das Schlafzimmer temperieren – die passende Smart-Home-Hardware vorausgesetzt. Ein drittes Feature ist derzeit nur den USA vorbehalten: Hier lässt sich der Assistant auch auf eine männliche Stimme umstellen. (spo@ct.de)

Babelfish-Kopfhörer

Die Pixel Buds werden in ihrer Transportschale aufgeladen.

Googles Bluetooth-Kopfhörer „Pixel Buds“ sollen nicht nur kabellosen Musikgenuss ermöglichen, sondern dank Google Assistant auch beim Übersetzen helfen: Nutzer sollen per Druck auf den Kopfhörer und Sprachbefehlen die Übersetzung aktivieren können. Gesprochene Sätze geben die Lautsprecher des verbundenen Smartphones in der gewünschten Sprache wieder. Die Antworten des Gegenübers spielen die Pixel Buds übersetzt ab. Sofern man den Google Assistant oder Google Übersetzer auf dem Smartphone installiert hat, klappt das indes auch mit herkömmlichen Bluetooth-Headsets – man muss dann die Apps auf dem Smartphone von Hand aufrufen. Außer Übersetzungen lassen sich mit dem integrierten Google Assistant auch andere nützliche Funktionen über die Kopfhörer abrufen, etwa Wegbeschreibungen bei der Navigation.

Am rechten Hörer findet sich ein Touchpad, mit dem sich die Musik steuern lässt, die Lautstärke justiert werden kann oder sich Anrufe annehmen lassen. Bis zu 5 Stunden sollen die Hörer mit einer Ladung durchhalten. Das Lade-Etui fungiert zugleich als mobile Powerbank und soll Strom für bis zu weitere 24 Stunden bereithalten. Es wird über eine USB-C-Schnittstelle geladen. Ab November sollen die Hörer inklusive Ladeschale für 179 Euro verfügbar sein. (spo@ct.de)

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