c't 22/2017
S. 19
News
Apple

Mehr USB-C-Ports

OWC hat mit dem USB-C Travel Dock ein Kästchen vorgestellt, das MacBooks um zusätzliche Anschlüsse erweitert.

Aktuellen MacBooks spendiert Apple einen einzigen Port und zwar im USB-C-Format. Die Lücken lassen sich mit dem neuen „USB-C Travel Dock“ vom Apple-Zubehörspezialisten OWC schließen, das eine Reihe von Anschlüssen in einer kleinen Box enthält.

Das sind zwei USB-3.1-Gen-1-Anschlüsse in Standard-A-Bauweise, ein SD-Kartenslot (USB-II) und HDMI 2.0 für den Anschluss von Bildschirmen oder Projektoren. Darüber lassen sich Monitore mit maximal 4K-Auflösung (4096 × 2160 Bildpunkte) bei 30 Hertz ansteuern.

Einen zusätzlichen USB-C-Anschluss kann man zum Aufladen eines MacBook oder MacBook Pro während der Nutzung des Docks verwenden; damit kann ein angeschlossenes Netzteil bis zu 60 Watt im Power-Passthrough durchreichen. Das genügt für ein MacBook Pro mit 13-Zoll-Bildschirm, für 15-Zoll-Modelle aber nur eingeschränkt. Das USB-C Travel Dock kostet bei OWC 50 US-Dollar. Euro-Preise und Verfügbarkeiten hierzulande wurden noch nicht genannt. OWC zufolge läuft das Dock auch an Windows-Rechnern. (dz@ct.de)

Apples Steuer-Milliarden

Im Steuerstreit zwischen der EU und Apple gerät Irland unter Druck. Die europäischen Wettbewerbshüter hatten Irland im vergangenen Jahr aufgefordert, 13 Milliarden Euro von Apple einzufordern; dabei handele es sich um „unrechtmäßige staatliche Beihilfen“. Nun klagt die EU-Kommission gegen das Land vor dem Gerichtshof der Europäischen Union, weil es dem Rückforderungsbeschluss bislang nicht nachgekommen sei.

Irland müsse die rechtswidrige Beihilfe mitsamt Zinsen so schnell wie möglich eintreiben, betonte EU-Kommissarin Margrethe Vestager Anfang Oktober in Brüssel. „Mehr als ein Jahr nach Annahme dieses Kommissionsbeschlusses hat Irland die Mittel nicht einmal teilweise zurückgefordert“, so Vestager.

Nach mehrjähriger Prüfung waren die Wettbewerbshüter 2016 zu der Ansicht gelangt, dass die Steuervereinbarungen zwischen Apple und Irland als unzulässige staatliche Beihilfe zu werten sind. Apple habe deutlich weniger als den geltenden Satz von 12,5 Prozent gezahlt. Die Kommission hat Irland deshalb im August 2016 dazu aufgefordert, 13 Milliarden Euro an Steuern von Apple einzufordern. Gegen diese Entscheidung gehen sowohl Apple als auch die irische Regierung vor.

Der Kommission seien „schwerwiegende Fehler“ im Hinblick auf Apples Geschäftsaktivitäten außerhalb Irlands unterlaufen, konterte der iPhone-Konzern Anfang 2017: Die Wettbewerbshüter hätten nicht erkannt, dass gewinnbringende Geschäftstätigkeiten wie die „Entwicklung und Vermarktung geistigen Eigentums“ von den USA aus „kontrolliert und verwaltet“ werden – und die Gewinne entsprechend dem Heimatstandort und nicht Irland zuzuordnen seien. Die irischen Niederlassungen würden nur Routineaufgaben erledigen. „13 Milliarden Euro liegen bereits auf einem Treuhandkonto und sollen in wenig riskante festverzinsliche Wertpapiere investiert werden“, teilte Irlands Steuerbehörde mit. (dz@ct.de)

Maschinelles Erkennen

Apple hat die französische Firma Regaind gekauft. Das Start-up hat sich auf „Maschinelles Sehen“ spezialisiert und eine API entwickelt, die eine umfangreiche Analyse von Bildinhalten ermöglichen soll.

Laut Eigenbeschreibung erkennt die Technik nicht nur abgelichtete Objekte, sondern kann sie auch verschlagworten und Emotionen sowie Alter von fotografierten Personen schätzen. Die Software bewertet technische Eigenschaften wie Belichtung, Fokus und Schärfe sowie ästhetische Aspekte wie Farben, Komposition und Bildwirkung. Daneben ermittelt sie Duplikate, kann Fotos zu Gruppen zusammenfassen, beste Aufnahmen für Fotobücher extrahieren und unerwünschte Bilder aus Fotosammlungen ausklammern.

Woran Apple genau interessiert ist, bleibt offen. Ähnliche Funktionen bietet das Unternehmen bereits in eigenen Produkten an. Seit iOS 10 analysiert die Fotos-App auf iPhones und Macs automatisch die Aufnahmen des Nutzers und erstellt Rückblicke etwa zu Urlaubsreisen, Familienfeiern, Ausflügen oder Sportveranstaltungen. (dz@ct.de)

iTunes mit und ohne Store

iTunes 12.7 für macOS und Windows enthält keinen Zugang zum iOS App Store. Wer diese Version verwendet, kann iPhone- und iPad-Programme nur noch auf dem jeweiligen Gerät verwalten. Doch anscheinend haben das manche Nutzer gegenüber dem Hersteller moniert. Anfang Oktober hat das Unternehmen daher iTunes 12.6.3 herausgegeben, das den App Store enthält.

Laut Apple ist diese Version für Business-Kunden gedacht, für iOS-11-Geräte vorbereitet und lässt sich auch dann installieren, wenn iTunes 12.7 auf dem Mac oder PC eingerichtet ist. Außerdem muss man die vorherige Version der iTunes-Library aus dem Ordner „Musik/iTunes/Previous iTunes Libraries“ in den Benutzerordner „Musik/iTunes“ kopieren und zu „iTunes Library.itl“ umbenennen. Neue iTunes-Versionen zeigt die Business-Version 12.6.3 nicht an; bei Bedarf muss man den Download also manuell anstoßen. (dz@ct.de)

Kommentieren