c't 23/2017
S. 138
Kaufberatung
Smart Home
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Vielsmarterei

Smart-Home-Schaltzentralen binden zunehmend fremde Komponenten ein

Als Neueinsteiger im Bereich Heimautomation wird man heute erschlagen von zueinander inkompatiblen Protokollen und Technologien. Das sorgt für Frust statt Kauflust – ein Problem, auf das die Hersteller von Steuerzentralen langsam reagieren.

ZigBee, Z-Wave, BidCoS, EnOcean, WLAN – seit Jahren streiten herstellerübergreifende und proprietäre Funkprotokolle um die Gunst der Anwender, die ihr Heim zum Smart Home umrüsten wollen. Aktuell sieht es nicht so aus, als würde sich in absehbarer Zukunft eine Technologie durchsetzen – mit dem bevorstehenden Verkaufsstart von Bluetooth-Mesh-Geräten dürfte sich die Situation vielmehr noch verschärfen.

Die Patt-Situation hat letztlich zwei Hauptgründe: Zum einen sind die Funkprotokolle zu unterschiedlichen Zeiten entstanden – jeweils im Rahmen der dann aktuellen technischen Möglichkeiten und den zu dieser Zeit herrschenden Vorstellungen, worauf es bei der Heimautomation ankommt. Zum anderen ist die Smart-Home-Fangemeinde nicht homogen: Zwar stehen Licht- und Heizungssteuerung ebenso wie Sicherheitsaspekte bei vielen Nutzern seit Jahren hoch im Kurs. Daneben legt der eine aber beispielsweise Wert auf eine ausgefeilte Jalousiensteuerung, während ein anderer einen Saugroboter durch sein Heim flitzen lassen möchte. Zudem haben sich die Vorstellungen von Bedienkomfort über die Zeit verändert: Galt lange Zeit das Tablet als Maß aller Dinge, wenn es um Eingaben ging, stehen mittlerweile Sprachassistenten bei vielen Anwendern wesentlich höher im Kurs.

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