c't 23/2017
S. 170
Know-how
ARKit und ARCore
Aufmacherbild
Das Bild entstand mit der ARKit-App Holo auf einem iPhone 8

Auf Sicht

Apples ARKit und Googles ARCore: Was die AR-Plattformen können

Das, was zuvor nur mit teurer Spezialhardware klappte, geht jetzt mit Standard-Smartphones: Augmented Reality mit zuverlässigem maschinellen Sehen, Bewegungserkennung und Mapping. Während ARCore-Software für Android noch auf sich warten lässt, gibt es bereits Dutzende mit Apples ARKit entwickelte Apps.

Es war nur eine Randnotiz auf Apples WWDC-Entwicklerkonferenz: Mit der Augmented-Reality-Plattform ARKit sollen Entwickler ohne eigenes Know-how in Sachen maschinellem Sehen hochwertige AR-Apps bauen können – die auf allen Apple-Mobilgeräten mit iOS 11 laufen. Das vermeintlich unauffällige Stück Software löste kurz darauf einen kleinen Hype aus. Entwickler luden reihenweise Videos ihrer ARKit-Kreationen auf YouTube hoch, in denen sie demonstrierten, wie überraschend präzise das System funktioniert.

In vielen Videos konnte man Entwickler bei ausführlichen Haus-Rundgängen beobachten: Zuerst platzierten sie ein künstliches AR-Objekt an einer bestimmten Stelle, liefen dann mit aktivierter ARKit-App durch die Gegend – und stellten erstaunt fest, dass das AR-Objekt immer noch an der gleichen Stelle war. ARKit gelingt es, unbemerkt im Hintergrund eine Karte der Umgebung anzufertigen und sich anhand dieser zu orientieren.

Kommentieren