c't 23/2017
S. 88
Test
Z370-Mainboards
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Vier zum Kaffee

Mainboards mit Z370-Chipsatz für Coffee-Lake-CPUs

Intels Prozessoren der i-8000-Generation benötigen neue Hauptplatinen, die bislang noch vergleichsweise teuer sind. Auf den neuen LGA1151-Mainboards sitzt ein alter Chipsatz mit neuem Namen.

Man merkt, dass Intel die Konkurrenz durch AMD ernst nimmt. Hatte man sich bei den CPUs der i-7000-Familie [1] (alias Kaby Lake) noch mit höheren Taktraten und leicht verbesserten Video-Fähigkeiten begnügt, bekommen Käufer in der neuen Coffee-Lake-Familie zwei Kerne mehr fürs gleiche Geld beziehungsweise gegen einen geringen Aufpreis. So ist aus dem Core i3 ein echter Vierkern-Prozessor geworden, wenngleich auch ohne Hyper-Threading sowie Turbo Boost. Über letzteren verfügt erst der Core i5, der nun sechs CPU-Kerne enthält. Beim i7 kommen ein größerer L3-Cache sowie Hyper-Threading und höhere Taktraten hinzu. Darüber hinaus beschränken sich die Änderungen auf Details.

Die neuen CPUs erfordern neue Mainboards, die es bislang nur mit dem Chipsatz Z370 gibt. Vier solcher Bretter zu Preisen zwischen 100 und 180 Euro haben wir getestet. Günstiger als das MSI Z370-A Pro ist derzeit kein anderes Coffee-Lake-Mainboard. Das Asrock Z370 Extreme4 liegt mit 160 Euro bereits im preislichen Mittelfeld, wo sich die meisten Boards tummeln. Das Asus Prime Z370-A und das Gigabyte Z370 Aorus Ultra Gaming markieren mit 170 respektive 180 Euro zwar das obere Ende des Preisspektrums im Testfeld, aber nicht im Markt – dort reicht die Spanne bis über 400 Euro.

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