c't 23/2017
S. 66
Vorsicht, Kunde
DSL-Anschluss
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Verschlusssache Anschlusspunkt

Keine DSL-Versorgung mitten in Berlin

Probleme mit der Internet-Versorgung gibt es nur auf dem flachen Land und nicht in deutschen Großstädten, möchte man meinen. Aber selbst mitten in einer Millionen-Metropole kann man wegen ein paar Metern Kupferdraht ohne Telefon- und Internet-Versorgung bleiben.

Über viele Jahre war Hans B. seinem Kommunikationsdienstleister 1&1 treu geblieben und genoss dadurch einige Tarifvorteile, die er nicht verlieren wolte. Auch nicht, als er Mitte August zusammen mit seiner Frau in eine Berliner Genossenschaftswohnung einzog. Kein Problem, hieß es seitens 1&1. Doch als am 16. August ein Techniker zu Hans B. ins Haus kam, um den Anschluss zu schalten, stellte dieser fest, dass die Leitung zwischen dem Anschlusskasten (Abschlusspunkt Linientechnik, APL) im Keller des Mehrfamilienhauses und der Wohnung der B.’s defekt sei. 1&1 schrieb daraufhin: „Die Endleitung befindet sich im Eigentum des Hausbesitzers. Deshalb bitte ich Sie, sich mit ihm in Verbindung zu setzen, um die Leitung prüfen zu lassen.“ Eigentümer ist die Vorwärts eG. Doch die Wohnungsgenossenschaft wies die Verantwortung von sich. Die Leitung gehöre der deutschen Telekom, behauptete sie.

Die beruft sich gegenüber dem 1&1-Kunden wiederum darauf, von ihm „keine Daten“ zu haben, der Fehler müsse deshalb von 1&1 gemeldet werden. Der Provider zeigt jedoch notorisch mit dem Finger auf den Hauseigentümer Vorwärts eG. Das bereits 80 Jahre alte Ehepaar B. wusste nun nicht mehr weiter und bat c’t um Hilfe in dieser verfahrenen Situation.

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