c't 23/2017
S. 60
Kurztest
VR-Dokumentation

30 Jahre nach dem GAU

Die Geisterstadt Pripyat zeugt heute noch von der Reaktor-Katastrophe. Im Chernobyl VR Project kann man sich die Ruinen im Detail aus der Nähe ansehen.

Aufmacherbild

Virtual Reality ist nicht nur zum Spielen da, sondern eignet sich auch für eindrucksvolle Dokumentationen. Im virtuellen Raum kann man Orte besuchen, die man in der Realität lieber nicht betreten würde. Eine der unwirtlichsten Gegenden auf unserem Planeten ist Pripyat im Norden der Ukraine. Die 1970 für Arbeiter des Kernkraftwerks Tschernobyl gegründete Stadt wurde kurz nach der Katastrophe 1986 evakuiert. Im Glauben, bald wieder in die Häuser zurückzukehren, ließen die knapp 50 000 Bewohner Möbel und Besitztümer zurück. Inzwischen wurden zwar Teile der noch immer verlassenen Stadt dekontaminiert. Arbeiter, die heute am Sarkophag des Kraftwerks bauen, werden aufgrund der Strahlung jedoch im Zwei-Wochen-Rhythmus ausgetauscht.

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