c't 23/2017
S. 56
Test
Fotobearbeitung

Digital-analoge Fotos

Alien Skin Exposure X3: Raw-Bearbeitung und Foto-Effekte

Der Plug-in-Hersteller Alien Skin verheiratet in Exposure die Raw-Entwicklung mit der Simulation von analogen Filmen und chemischer Entwicklung. Das funktioniert in Version X3 erstaunlich gut.

Exposure läuft eigenständig, aber auch wie bisher als Photoshop- und Lightroom-Plug-in. Einen Host braucht das Programm nicht mehr: Die Bildübersicht der Stand-alone-Version bringt Raw- und JPEG-Fotos schnell und übersichtlich auf den Schirm – ohne Import. Bewertungen und andere Metadaten liest das Programm aus XMP-Dateien. Angenehmerweise ist es nicht in viele Module zergliedert, sondern kommt mit einer Ansicht aus. Links finden sich Ordner-Palette und Effekt-Presets, rechts Ebenen und zwölf Paletten zur Raw-Bearbeitung. Insgesamt reagiert die Anwendung sehr zügig.

Die Raw-Werkzeuge nach Lightroom-Vorbild bieten Regler für Grundeinstellungen, Farbe, Teiltonung, Schärfe und Rauschen sowie Gradationskurven. Licht und Farbe lassen sich mittlerweile gut korrigieren, auch wenn die Regler nicht so ausgewogen arbeiten wie bei Lightroom und Capture One. Die Objektivkorrektur berichtigt geringe Verzeichnungen namhafter Profi-Objektive, weiß sich aber bei Smartphone- und Gadget-Kameras, die eine Korrektur nötiger hätten, nicht zu helfen. Der einfache IPTC-Editor reicht für Copyright-Infos, Stichwörter und Beschreibungen aus.

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