c't 23/2017
S. 38
Hintergrund
Farbprofile im Browser

Farbspiele in Chrome

Chromium v61 verändert den Umgang mit Farbprofilen

Als hätte man seinen Monitor nicht geputzt: Plötzlich verblassen in Chrome, Opera, Vivaldi und einigen anderen Browsern die Farben von Fotos und Internet-Seiten. Dabei setzt deren Browser-Engine nur die Anforderungen des W3C zur Farbprofilierung korrekt um.

YouTube ist nicht mehr so rot, ct.de nicht mehr so blau (und dieses Facebook auch nicht mehr), Instagram nicht mehr so orange – jedenfalls wenn man mit einem Browser unterwegs ist, der die Chromium-Engine ab v61 unter Windows, macOS oder Linux nutzt. Bei Firefox und den Microsoft-Browsern sieht alles wie immer aus, ebenso unter iOS und Android.

Sichtbar ist der Unterschied nur für Nutzer, die ihren Monitor mit einem Farbprofil betreiben, besonders deutlich wird es auf farbkräftigen Monitoren, die mehr als den sRGB-Farbraum anzeigen. Hier tritt dann auch der positive Effekt auf: Fotos wirken natürlicher, Gesichter verlieren ihren leicht sonnenverbrannten Teint, Gräser und Blumen die Disney-Bonbonfarben.

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