c't 23/2017
S. 35
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Linux

KDE Plasma 5.11: Einfache Verschlüsselung

KDE Neon bietet ein Live-System zum Testen der aktuellen Plasma-Version.

Die Entwickler des KDE-Projekts haben die Desktop-Umgebung Plasma 5.11 mit einer Vault-Funktion ausgestattet, mit der man Verzeichnisse verschlüsseln kann. Plasma Vault greift im Hintergrund auf EncFS und CryFS zurück und soll das Verschlüsseln wichtiger Daten vereinfachen. Die verschlüsselten Container-Dateien können direkt aus dem System-Tray erzeugt und geöffnet werden. Die Systemeinstellungen von Plasma 5.11 wurden modernisiert: Statt einer Icon-Liste oder Baumansicht sind die Optionen in einer Seitenleiste angeordnet.

An der Wayland-Unterstützung haben die Entwickler besonders den Mischbetrieb von Bildschirmen mit unterschiedlichen PPI-Werten verbessert. Anwendungen skaliert Plasma entsprechend der jeweiligen Bildschirmauflösung. Das ermöglicht etwa die gleichzeitige Verwendung eines HiDPI-Laptops mit 4K-Auflösung und eines Beamers, ohne dass Fenster zu groß oder klein dargestellt werden. Ältere Anwendungen, die mit dem Mischbetrieb nicht zurecht kommen, skaliert der Compositor KWin passend.

Einen Anfang haben die Entwickler beim Betrieb ohne X-Server gemacht. Bislang muss stets die Kompatibilitätsschicht Xwayland im Hintergrund laufen – egal, ob X-Anwendungen verwendet werden oder nicht. In Zukunft soll Xwayland nur dann zum Einsatz kommen, wenn es auch benötigt wird. (mls@ct.de)

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