c't 23/2017
S. 24
News
Hardware

Erste HDR-Erfahrungen unter Windows 10 1709

Microsoft erweitert Windows 10 mit dem Fall Creators Update 1709 um die Wiedergabe von HDR-Videostreams – ohne Zusatzsoftware direkt über den Edge-Browser. Nutzer brauchen dafür noch eine HDR-fähige Grafikkarte und ein HDR-Display mit HDMI 2.0, DisplayPort 1.4 und dem Kopierschutzstandard HDCP 2.2.

YouTube nutzt zur HDR-Wiedergabe den VP9.2-Codec. Mit Nvidia-Karten klappt die Wiedergabe von YouTube-HDR-Filmen.

Nach dem Update lässt sich „HDR und erweiterte Farbe“ in den Windows-Anzeigeeinstellungen aktivieren. Zur Wiedergabe von HDR-Streaming-Videos müssen Nutzer noch die Option „HDR-Video streamen“ in den Videowiedergabe-Einstellungen unter Einstellungen/Apps einschalten.

Ob alles funktioniert, lässt sich am besten mit YouTube testen – die Videoplattform streamt zahlreiche kostenlose HDR-Videos. YouTube nutzt zur Wiedergabe im HDR-Modus den Codec VP9.2, im Non-HDR-Modus den herkömmlichen VP9 oder AVC. In unserem Test funktionierte YouTube HDR in Verbindung mit einer Nvidia-Grafikkarte aus der GeForce-1000-Serie (GTX 1050, 2 GByte) und dem Monitor Samsung C27GH70. Mit AMD hatten wir keinen Erfolg: Weder die Radeon RX 550 noch das aktuelle Top-Modell Radeon RX Vega 64 zeigten YouTube HDR an, obwohl sich Windows 10 damit in den HDR-Modus versetzen ließ.

Auch die integrierten Grafikeinheiten von Kaby-Lake-Prozessoren beherrschen theoretisch die HDR-Ausgabe, praktisch hat das allerdings nicht geklappt. Windows 10 Fall Creators Update zeigte mit dem aktuellen Intel-Teiber noch nicht einmal die Option „HDR und erweiterte Farbe“ in den Anzeigeeinstellungen an.

Auch Netflix bietet mit Windows 10 (1709) Videos in 4K und HDR an. Mit Nvidia-Grafikkarten, die mindestens 4 GByte Videospeicher haben und aus der GeForce-1000-Serie stammen, klappt das sowohl über die Netflix-App als auch über den Edge-Browser. Mit AMD und Intel-GPUs zeigte Netflix weder 4K noch HDR. (mfi@ct.de)

Mini-ITX-Mainboard für Core X

18-Kerne auf kleinstem Raum ermöglicht das Mini-ITX-Board Asrock X299E-ITX/ac.

Mit dem LGA2066-Mainboard Asrock X299E-ITX/ac lässt sich ein leistungsfähiger Rechner mit kompakten Abmessungen bauen. Das Mini-ITX-Board (17 cm × 17 cm) nimmt Core-X-Prozessoren mit bis zu 18 Kernen, vier DDR4-SO-DIMMs sowie eine Grafikkarte auf. Auf der knappen Platinenfläche bringt Asrock zudem drei M.2-Slots, 6 × SATA 6G, 2 × Gigabit-Ethernet, 802.11ac-WLAN sowie zwei USB-3.1-Gen2-Ports (Typ A und C) unter. Das Asrock X299E-ITX/ac kostet mit 460 Euro allerdings rund das Doppelte vergleichbarer LGA2066-Mainboards im größeren ATX-Format. (chh@ct.de)

PC-Gehäuse mit intelligenter Lüfterregelung

Das NZXT H200i bietet genug Raum für eine Wasserkühlung.

Die Tower-Gehäuse H200i, H400i und H700i von NZXT regeln die Drehzahl der zwei bis vier mitgelieferten Gehäuselüfter anhand von Prozessor- und Grafikchiptemperatur und eines eingebauten Mikrofons. Die Windows-Software CAM mit lernfähigem Algorithmus passt die Lüfterkurven automatisch an die verbaute Hardware an. Das soll laut Hersteller den Lärmpegel um bis zu 40 Prozent reduzieren. In das 130 Euro teure H200i passt ein Mini-ITX-Mainboard. Das H400i für 140 Euro nimmt ein Micro-ATX-Board auf. Für den ATX-Tower H700i verlangt NZXT 180 Euro. (chh@ct.de)

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