c't 24/2017
S. 27
News
Anwendungen

Komfortables Platinenlayout

Das Platinenlayout-Programm DipTrace 3.2 erleichtert die Längenanpassung bei differenziellen Signalpaaren.

Novarm hat die Bedienung seines Platinenlayout-Programms DipTrace 3.2 vereinfacht. Der Anwender kann jetzt einzelne Signalnetze auf die Einhaltung der zulässigen Abstände (clearance) zu benachbarten Leiterbahnen, SMD-Pads oder Durchkontaktierungen überprüfen lassen. Wenn man einzelne Signalnetze optisch hervorhebt, visualisiert DipTrace Verbindungen, die unter Bauteilanschlussflächen verlaufen. Leiterbahnen lassen sich jetzt leichter als bisher in Mäanderform anlegen. Bei differenziellen Signalpfaden kann man die Längen leichter abgleichen. Beides führt zu besserer Impedanzkorrektur bei Schaltungen für hochfrequente Signale (High Speed Design). (Mathias Poets/hps@ct.de)

WinZip für Firmen

Das Kompressions-Tool WinZip 22 extrahiert Dateien je nach Einstellung schon beim Öffnen in den Ursprungsordner oder einen Ordner nach Wahl. Bilddateien soll das Programm nun unkompliziert konvertieren können, beispielsweise von TIFF nach JPEG. Für die Weitergabe entfernt WinZip auf Wunsch persönliche Metadaten aus Dateien der Typen DOC/DOCX, GIF, JPEG, PDF, PNG, PSD, PPT/PPTX und XLS/XLSX. Das Add-on WinZip Express kopiert Dateien direkt aus dem Archiv in die Zwischenablage.

WinZip Enterprise unterstützt unternehmensweiten Kennwortschutz, um Dateien, die von ausgeschiedenen Mitarbeitern verschlüsselt wurden, entpacken zu können. Die Enterprise-Version klinkt sich außerdem in das Kollaborations-Tool Slack ein. Zur einfacheren Bedienung blendet sie Schaltflächen deaktivierter Funktionen aus. Im Auftragsassistenten lassen sich persönliche Dateien in einem Windows Protected Environment (WIP) sichern, ohne die Arbeitsdateien manuell unterdrücken zu müssen. WinZip Pro kostet 59,44 Euro, WinZip Standard 35,64 Euro. Erstere enthält Assistenten für Sicherung und Backup. (akr@ct.de)

TeamViewer 13

TeamViewer 13 ist als Beta-Version erschienen. Sie unterstützt Bildschirmfreigabe unter iOS 11, mehrere Monitore unter macOS und die Touch-Bar des MacBook Pro. Außerdem steht nun ein Linux-Host zur Verfügung. Die Android-Apps hat TeamViewer an die übrigen Anwendungen angeglichen.

Die Bedienoberfläche bringt die Menüleiste zurück und vereinfacht den Verbindungsaufbau. Das Dashboard zeigt Betriebszeit, Akkustand und BIOS-Version an. Das neue Essential Asset Management informiert in der TeamViewer Management Console über zugeordnete Geräte. Administratoren sehen hier, welches Betriebssystem und welche Hardware der verbundene Nutzer verwendet.

Der Hersteller verspricht Remote-Druck mit HP-Geräten und farbigen Druck unter macOS. Zur Darstellung des Remote-Desktop-Bilds nutzt die Beta die GPU. Auf Wunsch erzwingt TeamViewer Sitzungsaufzeichnungen; der Support-Empfänger kann das aber ablehnen. Die Beta steht ab sofort plattformübergreifend zur Verfügung. Teamviewer ist für Privatanwender kostenlos. Geschäftskunden zahlen 550 Euro aufwärts. (akr@ct.de)

Screenshot-Tool Snagit

Snagit 2018 erkennt und separiert Bildbestandteile in Screenshots. So lassen sich diese neu arrangieren.

Die Screenshot-Software Snagit 2018 von Techsmith erkennt Text in Bildschirmaufnahmen; Textbestandteile lassen sich damit kopieren und in andere Dokumente einfügen oder im Screenshot bearbeiten. Beispielsweise kann man den Inhalt ändern oder Schriftart, -größe und -farbe anpassen. Die Funktion „Smart Move“ erkennt und separiert außerdem Schaltflächen, Bilder und andere Bestandteile in der Aufnahme. Diese können anschließend im Editor verschoben, gelöscht oder neu arrangiert werden. Die Videoaufzeichnung von Bildschirm und Webcam soll eine höhere Framerate liefern als zuvor.

Snagit 2018 ist für Windows und macOS erhältlich und kostet 51,60 Euro. Ein Upgrade beliebiger älterer Versionen kostet 25,78 Euro. (akr@ct.de)

Banking-App für Firmen

Die über Sparkassen und Landesbanken vertriebene Homebanking-Anwendung SFirm ist in Version 4.0 mit grundlegend erneuerter Technik erschienen. Die Software wendet sich an mittelständische Betriebe und Konzerne. Erstmals setzt sie auf Microsoft SQL Server auf. Der Umstieg von den Microsoft-Access-gestützten Vorgängern soll keine Probleme bereiten. Integrierte Routinen des Entwicklers Promon versprechen über die übliche Malware-Abwehr hinaus zusätzliche Datensicherheit. Sie kontrollieren alle Kontakte der Client-Anwendungen mit dem Betriebssystem und prüfen die Software permanent auf unerwünschte Veränderungen.

Das Multiuser-Programm SFirm unterscheidet sich von den StarMoney-Paketen desselben Herstellers durch seinen modularen Aufbau und die Kontrolle von Zugriffsrechten auf Konten und Prozeduren. Mit dem Automatendienst kann man programmierte Abläufe als eigenständige Prozesse ausführen. In den neu eingeführten Profi-Tabellen lassen sich Spaltenlayouts individuell anpassen; umfangreiche Gruppierungs- und Filterfunktionen sollen den Datenumgang erleichtern. Außerdem haben die Entwickler die Bedienführung zum Anlegen neuer Mandanten überarbeitet. (hps@ct.de)

DxO kauft Nik Collection

Der Software-Hersteller DxO hat von Google die Nik Collection erworben und plant sie weiterzuentwickeln. Google hatte im September 2012 das in Hamburg gegründete Unternehmen Nik Software übernommen, um dessen Effekt-Tool Snapseed für die eigene App-Strategie auszuschlachten. Die professionellen Plug-ins für Photoshop und Lightroom der Nik Collection bietet Google seit März 2016 kostenlos an, entwickelt sie aber nicht mehr nennenswert weiter.

Die Nik Collection umfasst die sieben Plug-ins Analog Efex Pro für Farbfilmsimulation, Color Efex Pro mit 55 Effekt-Filtern, Dfine zum Entrauschen, HDR Efex Pro für HDR-Komposition, Sharpener Pro zum Schärfen, Silver Efex Pro zur Schwarzweißumsetzung und Viveza zur selektiven Korrektur. Was aus den algorithmengestützten Effekt-Programmen von Nik wird, ist noch unklar. Sie könnten eigenständig bleiben oder Teil des Raw-Entwicklers DxO Optics Pro beziehungsweise der Filmsimulation DxO FilmPack werden. (akr@ct.de)

Font-Verwaltung mit Suitcase Fusion

Suitcase Fusion 8 zeigt Schriftdateien als Vorschaukacheln und mit umfangreichem Metadatensatz.

Extensis hat die Font-Verwaltung Suitcase Fusion 8 auf den neuesten Stand gebracht. Das bedeutet im Einzelnen Unterstützung für macOS High Sierra und Windows 10 sowie Plug-ins für die Adobe Creative Cloud 2018 und QuarkXPress 2017. Die Fassungen für beide Betriebssysteme sind mittlerweile auf dem gleichen Stand.

Vorschaukacheln zeigen in jeweils zwei Lettern nach dem Typ „Aa“ übersichtlich, wie die Glyphen der angezeigten Schriftdateien aussehen, um die Auswahl zu erleichtern. Ein Verzeichnis mit provisorischen Schriften, die nur zeitweise benutzt werden, verwaltet das Programm in einer eigenen Bibliothek. Das Metadatenfeld gibt an, welche Sprachen eine Font-Datei unterstützt. Die Schriftsuchfunktion QuickMatch findet ähnliche Schriften auf Basis einer ausgewählten Schrift. Eine Einzelplatzlizenz von Suitcase Fusion kostet 119,95 US-Dollar, ein Upgrade die Hälfte. (akr@ct.de)

Neue ACDSee-Produktreihe

ACDSee Photo Studio 2018 bringt ein Verflüssigen-Werkzeug mit, das Pixel verbiegt.

Die Bildverwaltung ACDSee Photo Studio 2018 erscheint mit erweiterter Raw-Unterstützung und neuen Bildbearbeitungsfunktionen: „Intelligentes Löschen“ retuschiert Personen oder Objekte in Fotos mit Texturen aus der Umgebung. Ein Verflüssigen-Werkzeug verbiegt beispielsweise Gesichter und Körper. Ein Bereich zur Frequenztrennung hilft bei der Retusche von Hautpartien in Porträts.

ACDSee Photo Studio Standard kostet 68,99 Euro. Die kleinste Version verwaltet Bilder mit Stichwörtern und Kategorien, versieht sie mit Effekten sowie Rahmen und lädt sie auf Wunsch im Hintergrund auf Facebook. Die Pro-Variante für 114,99 Euro enthält die neuen Funktionen Intelligentes Löschen sowie Verflüssigen und Werkzeuge für Körnung und Polygonauswahl. Außerdem unterstützt sie 125 Undo-Schritte. Nur ACDSee Ultimate zum Preis von 171,99 Euro bietet Frequenztrennung und Teiltonung. (akr@ct.de)

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Ergänzungen & Berichtigungen

Banking-App für Firmen

Die Überschrift hat einige LeserInnen verwirrt, deshalb zur Klarstellung: SFirm ist keine Mobil-App, sondern Software für den PC.