c't 24/2017
S. 64
Hintergrund
Wasserstandsmelder

Eingepegelt

Wie aktuelle Gewässerdaten ins Netz kommen

Sobald Dauerregen oder Schneeschmelze kleine Flüsse in reißende Ströme verwandeln, verzeichnen die Server der Wasserwirtschaft schnell hunderttausende Zugriffe – pro Stunde. Doch wo kommen die Daten überhaupt her und wie werden sie erfasst?

Solche unscheinbaren Häuschen säumen die Ufer vieler Flüsse in Deutschland. In ihrem Inneren steckt viel Elektronik zur Erfassung und Übertragung von Gewässerdaten.

Wer mit Fahrrad oder Boot entlang von Flüssen wie Leine, Aller oder Weser unterwegs ist, achtet meist nicht weiter auf die unscheinbaren Backsteinhäuschen, die in Abständen von 30 bis 40 Kilometern an ihren Ufern anzutreffen sind. Dem Wassersportler fallen am ehesten noch die in ihrer Nähe befindlichen Messlatten auf, die sie als Pegelstationen der Wasserwirtschaft erkennbar machen. Die Messlatten haben eigentlich längst ausgedient und sind durch elektronische Sensoren ersetzt, deren Daten von den jeweiligen Wasserwirtschaftsstellen der Bundesländer zentral erfasst, untereinander ausgetauscht und ins Netz gestellt werden (siehe [1]). Normalerweise interessieren sich nur sehr wenige Nutzer im Web für diese Daten, in Zeiten von Hochwasser und Sturmfluten schnellt die Zahl der Interessenten aber so schnell in die Höhe wie der Wasserstand manchen Flusses.

Auf der Webseite der niedersächsischen Wasserwirtschaft findet man eine Übersichtskarte mit all diesen Pegeln. Ein Klick auf den jeweiligen Punkt führt zu den aktuellen Daten des jeweiligen Pegels, die im Viertelstundentakt aktualisiert werden. Eine Grafik zeigt den Verlauf des Wasserstandes wahlweise für die letzten 24 Stunden, 7 oder 30 Tage.

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