c't 24/2017
S. 52
Kurztest
HDMI-Mediaplayer

Feuerkistchen

Amazon hat das Fire TV geschrumpft: Aus der Streaming-Box ist ein 4K-Kistchen geworden.

Aufmacherbild

Das Fire TV der dritten Generation misst 6,5  cm × 6,5 cm und ist 1,5 cm dick. Mit dem Vorgänger hat es wenig gemein. Auf optischen Ausgang, Speichererweiterungs-Slot und Ethernet muss man verzichten. Letzteres lässt sich per Adapter (15 Euro) ebenso nachrüsten wie anderes USB-OTG-Zubehör.

Das Fire TV kommt mit Fire OS 6.2, einer abgewandelten Form von Android 7.1 (Nougat). In der Praxis merkt man das vor allem an der detaillierteren Rechteverwaltung der Apps – bei der Installation muss man den Zugriff auf den Standort, die Bildergalerie oder Ähnliches freigeben. Mit der Quad-Core CPU (Amlogic S905z) mit bis zu 1,5 GHz ist das Kistchen kaum flotter als der Vorgänger. Erstmals streamt das Fire TV nun in UHD mit 60 Hz – Inhalte in diesem Format sind allerdings kaum zu finden. Das Fehlen des Ethernet-Ports fiel negativ auf: Trotz einer Bruttodatenrate von 866 MHz im 5-GHz-Band wollte der 4K-Stream nicht zuverlässig einklinken.

Das neue Fire TV kann an Fernseher mit HDR-Unterstützung Videos mit erhöhtem Kontrast im statischen Format HDR10 liefern – allerdings kein dynamisches Dolby Vision oder HDR10+. Es gibt Mehrkanalton bis Dolby Digital Plus aus und kann so auch Dolby-Atmos erschallen lassen – allerdings bietet Amazon keine passenden Inhalte. (sha@ct.de)

Tabelle
Tabelle: Fire TV 2017

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