c't 24/2017
S. 34
News
Apple

Thunderbolt-3-Adapter mit HDMI

Ein USB-C- und zwei HDMI-2.0-Ports: Der „Thunderbolt 3 to Dual HDMI 2.0 Adapter“ ist für den Multi-Monitor-Betrieb gedacht.

Der Zubehörspezialist Sonnet hat den „Thunderbolt 3 to Dual HDMI 2.0 Adapter“ auf den Markt gebracht, eine Erweiterung für Multi-Monitor-Setups. Die Box ist für aktuelle Versionen von macOS am MacBook Pro ab 2016 ausgelegt.

Das Gerät steckt in einem Alugehäuse und wird per USB C mit dem MacBook gekoppelt. Auf der anderen Seite sind zwei HDMI-2.0-Buchsen angebracht. So lassen sich zwei Displays an einem einzigen Thunderbolt-3-Port nutzen. Beide Geräte beliefert der Adapter mit maximal 4K-Signalen (3840 × 2160 Pixel, 60 Hz).

Bildschirme mit geringeren Auflösungen (etwa 1080p oder 1920p) lassen sich ebenfalls ankoppeln. Strom bezieht der Adapter über den Thunderbolt-3-Bus. Wie viel Batterieleistung das in der Praxis kostet, führt der Hersteller nicht auf. Sonnet verkauft den Adapter im eigenen Online-Laden für 133 Euro. (dz@ct.de)

App-Store und Zensurvorwürfe

Apple hat Ende Juli zahlreiche VPN-Apps aus dem chinesischen App-Store entfernt und nun fordern die US-Senatoren Ted Cruz und Patrick Leahy eine Stellungnahme von Apple-Chef Tim Cook zu den Beweggründen. Die Senatoren wollen unter anderem wissen, ob der Konzern der geforderten Entfernung der VPN-Apps formell widersprochen hat und wie viele VPN-Apps rausgeworfen wurden.

Nach Meinung von Cruz und Leahy behindert der Rauswurf die Redefreiheit und stützt Chinas Regierung bei Zensur und Internetüberwachung. Cook hatte sich schon Anfang August dazu geäußert: „Es wäre uns ganz offensichtlich lieber gewesen, die Apps nicht zu entfernen – aber wie in jedem anderen Land, in dem wir Geschäfte machen, befolgen wir die Gesetze“, erklärte der Apple-Chef gegenüber Analysten. Apple sei zuversichtlich, dass die Einschränkungen mit der Zeit gelockert würden.

Den Rauswurf hatte unter anderem die Organisation „Reporter ohne Grenzen“ massiv kritisiert. Zuvor hatte Apple bereits die App der New York Times aus dem chinesischen App Store entfernt. (dz@ct.de)

Qualcomm wirft Apple Geheimnisverrat vor

Qualcomm strengt eine weitere Klage gegen Apple an: Der Chip-Hersteller wirft Apple vor, dem Konkurrenten Intel geheime Informationen zur Mobilfunkchip-Software weitergegeben und damit Verträge gebrochen zu haben. Die Klage wurde bei einem Gericht im kalifornischen San Diego eingereicht.

Laut Qualcomm hatte zuvor ein Apple-Mitarbeiter „proprietäre Informationen“ per E-Mail angefragt und dabei einen Intel-Ingenieur in den Verteiler genommen. Und ein anderer Apple-Entwickler, der mit einem Konkurrenten zusammenarbeite, habe Details zu Qualcomms Daten-Download-Technik in Erfahrung bringen wollen, so die Klageschrift weiter. Außerdem verweigere Apple eine Prüfung der internen Schutzfunktionen der Qualcomm-Software.

Den juristischen Kampf hatte Apple Anfang des Jahres mit dem Vorwurf vor Gericht gestartet, dass Qualcomm auf ein „illegales Geschäftsmodell“ setze: Qualcomm kassiere durch den Verkauf von Funkchips und durch sein Lizenzierungsmodell doppelt. Der Chip-Hersteller reagierte mit Gegenklagen, die den Verkauf des iPhone stoppen sollen, und wirft Apple vor, durch die Klage nur den Preis drücken zu wollen.

Apple hat die Lizenzzahlungen für die Chips Anfang des Jahres eingestellt. Dabei handelt es sich um einen Milliardenbetrag. Qualcomms Gewinn brach im letzten Quartal um 90 Prozent ein. Inzwischen möchte Broadcom den Chip-Hersteller für rund 86 Milliarden Euro übernehmen. (dz@ct.de)

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