c't 24/2017
S. 12
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Notebook-Prozessor
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Mobile Rückkehr

AMDs Ryzen-Prozessoren für Notebooks

Ryzen-Prozessoren gibt es jetzt auch für Notebooks: Die Vierkerner Ryzen 7 2700U und Ryzen 5 2500U sollen Intels Quad-Cores der achten Core-i-Generation das Wasser reichen.

AMD greift Intel nun auch wieder im Notebook-Markt an, und zwar mit den unter dem Codenamen Raven Ridge entwickelten Kombiprozessoren aus Ryzen-CPU und integrierter Vega-GPU. Bei der Vorstellung zeigte AMD anders als bei früheren Prozessorgenerationen keine obskuren Sonderfälle, die eine arg schwache CPU-Leistung hinter einer höheren GPU-Performance verschleiern sollten, sondern klassische CPU-Benchmarks wie Cinebench R15. Eigene Messungen konnten wir mangels Hardware noch nicht vornehmen.

Der Ryzen 7 2700U soll auf einer AMD-Referenzplattform über 700 Cinebench-Punkte schaffen. Zum Vergleich: Wir haben Intels Vierkern Core i5-8250U in einem 15,6-Zoll-Notebook mit 550 Punkten gemessen; in flachen 13,3-Zöllern dürfte der Intel-Prozessor wegen schwächerer Kühler bei rund 500 Punkten landen. Dass das Kühlsystem bei allen Leistungsmessungen von Notebooks der entscheidende Faktor ist, erkennt auch AMD an: Lässt man den Cinebench R15 in einer Schleife laufen, was Notebook und Kühler insgesamt aufheizt, soll der Ryzen 7 2700U je nach Kühllösung nur noch 448 bis 553 Punkte erreichen.

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