c't 24/2017
S. 16
News
Tesla Model-3-Einführung

In der S-Kurve

Teslas Sprung in den Massenmarkt

Das Model 3 soll zeigen, dass E-Mobilität inzwischen massentauglich ist. Der Haken: Es ist noch nicht da.

Ein Model 3 suchten alle vergebens: Auf der diesjährigen „Tilburg Tour“ hatte der Elektropionier Tesla Kunden und Presse in seine europäische Tesla Factory im niederländischen Tilburg geladen. Viele Gäste hatten damit gerechnet, hier einen ersten Blick auf das brandneue Model 3 werfen zu können. Ein E-Fahrzeug, dass Tesla in den USA ab 35.000 Dollar verkaufen will und für das es dem Unternehmen zufolge über 500.000 Vorbestellungen gibt – wohlgemerkt kostenpflichtig für 1000 US-Dollar beziehungsweise Euro pro Stück.

Bei der europäischen Endfertigung in Tilburg war nur das Model S zu sehen.

Die Werksführung lieferte aber auch ohne Model 3 spannende Einblicke in die Endfertigung der in den USA hergestellten Model S und X. Derzeit werden in Tilburg pro Tag 110 Fahrzeuge für die europäische Kundschaft finalisiert. Die Autos kommen über den Container-Hafen Rotterdam aus den USA – ohne Akku und Antriebsaggregat. In Tilburg bekommen sie E-Motor und Batterie verpasst, werden getestet und für die Übergabe an den Kunden präpariert. Derzeit arbeitet man hier in zwei Schichten an fünf Tagen.

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