c't 24/2017
S. 35
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Linux

Suse wechselt LDAP-Server und setzt auf Wayland

Suse Linux Enterprise (SLE) 15 wird als Verzeichnisdienst nicht mehr den LDAP-Server von openLDAP mitbringen, sondern den maßgeblich von Red Hat vorangetriebenen 389 Directory Server. Ferner steigen die Nürnberger vom hauseigenen Firewall-Dienst SUSEFirewall2 auf Firewalld um. Das stammt ebenfalls von den Rothüten und zeichnet sich durch verschiedene Vertrauenszonen und ein D-Bus-Interface aus, das eine Konfiguration zur Laufzeit ermöglicht.

Die Neuerungen sind jetzt absehbar, weil Suse eine erste Beta des Nachfolgers von SLE12 veröffentlicht hat. Der trägt die Versionsnummer 15, da Suse die Unglückszahlen 13 und 14 meiden will. Einen Termin für die Fertigstellung gibt es noch nicht, aber bis Mitte Januar sind vier weitere Betas geplant.

Vom neuen SLE wird es nur noch ein Installations-ISO pro Architektur geben, mit dem man sowohl die Server- als auch die Desktop-Variante installieren kann. Die Desktop-Ausführung wird nach Fedora 25 und Ubuntu Desktop 17.10 die dritte größere Distribution, die ihre Bedienoberfläche standardmäßig mithilfe der Wayland Display Architecture zusammensetzen und ausgeben wird. Damit will offenbar auch Suse langfristig den X-Server von X.org loswerden, den Desktop-Oberflächen für Linux traditionell bemühen. Als Bedienoberfläche dient nach wie vor Gnome, das einen Sprung auf Version 3.26 macht. (thl@ct.de)

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