c't 25/2017
S. 144
Know-how
Audio-Netzwerke
Aufmacherbild
Digitale Mischpulte wie das X32 von Behringer lassen sich über eine Netzwerkkarte mit Dante nachrüsten.

Musik übers LAN

Audioverbindungen per Dante über Netzwerkkabel

Audio-over-Ethernet ist eine praktische Sache, lassen sich doch so unzählige Audiokanäle über eine einzige Netzwerkleitung übertragen. Das ist nicht nur für Profis interessant. Der Einstieg per Software ist selbst für Hobbymusiker erschwinglich, um Musikrechner günstig zu vernetzen.

Die Distribution digitaler Audiodaten hat gegenüber der analogen Vernetzung viele Vorteile: Man spart ebenso lange wie teure Kabelwege, die auch noch anfällig für Störeinstreuungen sind. Anstatt eines armdicken Multicore-Kabels genügt nun ein einfaches CAT5e-Kabel. Außerdem kann man per Mausklick die Audiodaten an jedes gewünschte Ziel dirigieren. Das fehleranfällige Hantieren in Schaltschränken oder an Steckfeldern entfällt.

Typische Geräte in einem Audio-Netzwerk sind digitale Mischpulte und Stage-Boxen – dabei handelt es sich um mit Audio-Interfaces vergleichbare AD-Wandler, die auf der Bühne eingesetzt werden. Aber auch Intercom-Stationen (Personalruf, Gefahrenansagen), Hardware-Recorder, Endstufen, aktive Lautsprecher, Funkmikrofone und Computer lassen sich einbinden. Letztere benötigen dazu lediglich die Via-Software vom Dante-Erfinder Audinate, die mit 50 US-Dollar selbst für Hobbymusiker erschwinglich ist; dazu später mehr.

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