c't 25/2017
S. 164
Praxis
OneNote 2016 vs. OneNote-App
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Bild: Jörg Niehage

Zweieiige Zwillinge

Zwei OneNotes in einem Windows

Auf Windows-10-Rechnern mit MS Office gibt es das Notizprogramm OneNote gleich zweimal. Das neue kann manches besser, aber längst nicht alles.

Viele Nutzer von Microsofts Notizprogramm OneNote dürften sich nach dem Update auf Windows 10 gewundert haben: Das Programm sieht anders aus, lässt gewohnte Funktionen vermissen und öffnet vorhandene Notizen nicht. Das Infofenster zeigt eine Versionsnummer, die mit 17 beginnt, obwohl bislang OneNote 2016 aktuell war. Des Rätsels Lösung: Es handelt sich um eine neue Programm-Version, allerdings nicht um eine Weiterentwicklung von OneNote 2016 aus dem MS-Office-Paket, sondern um eine Universal-Windows-Platform-App (UWP-App). Sie gehört seit Windows 10 zum Installationsumfang.

Die UWP-App kann lediglich Notizbücher nutzen, die auf OneDrive for Business liegen. Im Vergleich zur klassischen Version aus dem Office-Paket fehlen ihr viele Funktionen. Manche davon will Microsoft im Rahmen regelmäßiger Updates schrittweise nachreichen. Zum Teil ist das bereits geschehen – mitunter allerdings nur halbherzig umgesetzt. Ein Beispiel: Mittlerweile lassen sich mit der App zwar mehrere Instanzen öffnen – mit demselben Tastenkürzel, das auch OneNote 2016 verwendet: Strg+M. Allerdings lassen sich Inhalte aus einem App-Fenster in ein anderes nicht per Drag & Drop übertragen, sondern nur umständlich über die Zwischenablage.

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