c't 25/2017
S. 88
Praxis
Cloud-Server: Softwareentwicklung
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Softwarefabrik

GitLab CI/CD: Mietserver bauen Software

Für Entwickler gehört es heute zum guten Ton, eine Versionsverwaltung zu nutzen, Softwareprojekte häufig zu bauen, sie systematisch zu testen und auch kleinteilig aktualisierte Versionen zu veröffentlichen. Mit Linux, GitLab und Docker lässt sich im Handumdrehen eine eigene Softwarefabrik hochziehen und dank Docker-Machine mit Rechenpower aus der Miet-Cloud ergänzen.

Moderne Hilfsmittel für Entwickler helfen nicht nur beim Prahlen am Stammtisch, sondern sparen Zeit und Nerven: Sie automatisieren Schritte wie Bauen und Testen, die man oft von Hand oder per Skript erledigt, was fehleranfällig ist oder aus Zeitmangel schließlich unterbleibt. Regelmäßiges Bauen und Testen zahlt sich aber später in Form besserer Ergebnisse und gesparter Zeit aus. Entwickler können sich auf das Wesentliche konzentrieren und sind nicht ihre eigenen Skript- oder Klicksklaven. Linux, GitLab und Docker liefern die Fertigteile für eine solche Softwarefabrik.

GitLab ist eine in Ruby geschriebene Web-Anwendung, die der beliebten Hosting-Plattform GitHub mehr als nur nacheifert. Anders als GitHub ist GitLab kostenlos auch auf eigenen Servern einsetzbar. Es bietet die üblichen Funktionen: Git-Repositories, auf die per HTTP oder SSH zugegriffen werden kann, Web-Ansichten auf die Repository-Daten, Bug-Tracker, Wiki und Werkzeuge für „Continuous Integration and Delivery/Deployment“ (CI/CD), also automatisierte Builds, die automatisch auch Tests laufen lassen und kontinuierlich fertigen Code ausliefern.

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