c't 25/2017
S. 31
News
Unternehmens-Anwendungen

ArchivistaBox-DMS für die Hosentasche

ArchivistaBox kann direkt vom Smartphone aus einen Scanner steuern.

Das seit Langem in Form von Appliances verfügbare Archivsystem ArchivistaBox ist jetzt auch auf Android-Smartphones erhältlich. Der Hersteller Archivista offeriert die Software jetzt vorinstalliert auf Smartphones vom Typ LG G6 mit der Google-unabhängigen Android-Alternative LineageOS. Das System nutzt den Smartphone-Speicher, um Dateien im Gesamtumfang von maximal 250 GByte zu speichern und zu verwalten. Dokumente übernimmt es per USB oder WLAN oder über die SANE-Schnittstelle und USB direkt vom Scanner. Dabei soll die Smartphone-Hardware bis zu 200 Druckseiten pro Minute erfassen, mit der integrierten Zeichenerkennung verarbeiten und indexieren können.

Preise für das System einschließlich des LG-Smartphones (Straßenpreis: 400 Euro brutto) beginnen bei netto 600 Schweizer Franken (circa 520 Euro) für maximal 20 GByte Dokumentenbestand. Weil die Software bei der Installation vorübergehend Root-Rechte benötigt, wird sie momentan nicht als gewöhnliche App angeboten. Der Hersteller arbeitet aber nach eigener Aussage an einer APK-Datei, die sich auf beliebigen Android-Geräten installieren und über einen Appstore vertreiben lässt. (hps@ct.de)

Lexoffice holt Rechnungen

Der Buchhaltungs-Webdienst Lexoffice fragt mit der Erweiterung Invoicefetcher täglich alle festgelegten Online-Portale nach digitalen Rechnungen ab und lädt diese automatisch als PDF-Belege herunter. HTML-formatierte Rechnungen konvertiert der Dienst in PDF und übergibt sie zusammen mit einem Link auf das Originaldokument. Der Download erfolgt unmittelbar oder im Monatsrhythmus mit einem Sammelarchiv. Die Erweiterung ist beim Anschluss an maximal drei Rechnungsportale und mit einem Zwischenspeicher-Kontingent von 100 MByte kostenlos; darüber hinaus beginnen die Preise bei monatlich 6,99 Euro netto. (hps@ct.de)

Terracotta DB in Memory und im Grid

Die Software AG hat mit Terracotta DB eine In-Memory-Datenbank fertiggestellt, die vergleichbar zu Engines wie SAP HANA Daten sowohl für analytische als auch für Transaktionsaufgaben im Hauptspeicher verwalten soll. Die Neuerscheinung ist keine relationale Datenbank, sondern ein Key-Data-Store, der sich vor allem als Speicher für unstrukturierte Daten eignet. An Stelle ACID-konformer SQL-Zugriffe steht eine Java-API zur Verfügung.

Anders als HANA soll sich Terracotta DB ohne Rückgriff auf herkömmliche Massenspeicher über den lokalen Hauptspeicher des Datenbankservers hinaus skalieren lassen. Dazu dient ein Grid aus vernetzten Servern als „striped memory“. Das heißt, es werden kleine Memory-Sektionen auf die einzelnen Knoten verteilt und beim Aufruf parallel an den Prozessor übermittelt. So lässt sich die Latenz laut Hersteller unabhängig von der Datenbankgröße im Voraus abschätzen. (hps@ct.de)

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