c't 25/2017
S. 32
News
Apple

Probleme bei neuen iPhones

Einige iPhone-X-Besitzer berichten von einem grünen Streifen auf dem OLED-Display. Bild: MacRumors

Besitzer neuer iPhones berichten über einige Probleme: Vereinzelt brauchen demnach das iPhone 8, 8 Plus und X besonders lange für die genaue Ortsbestimmung per GPS oder kommen bei der Navigation nicht hinterher. Das OLED-Display des iPhone X zeigt in seltenen Fällen schon nach kurzer Zeit einen vertikalen grünen Strich, der am rechten oder linken Rand von oben nach unten verläuft. Der helle Streifen tritt spontan auf, sowohl in Apps als auch auf dem Home- oder Lockscreen; dabei scheint es sich um einen Hardware-Fehler zu handeln. Apple tauscht betroffene Geräte aus.

Ein anderes Phänomen betrifft den oberen Lautsprecher des iPhone X, der auch als Ohrhörer dient: Bei manchen Geräten hören Nutzer hier während der Wiedergabe von Musik, Videos mit Ton, Telefonaten oder Alarm- und Klingeltönen Störgeräusche wie Brummen oder Knistern. Zwar bietet Apple auch in diesem Fall einen Austausch an, Forenkommentaren zufolge schafft dies aber nicht immer Abhilfe; möglicherweise muss Apple das Problem wie anfangs beim iPhone 8 und 8 Plus per Software-Update lösen. Bei unseren Geräten trat keines der beschriebenen Phänomene auf (siehe Test auf S. 52). Das Problem, dass das Display beim iPhone X bei Kälte zeitweise nicht auf Eingaben reagierte, räumt das am 16. November erschienene iOS 11.1.2 ebenso aus der Welt wie verzerrte Videos und Live Photos, die mit dem iPhone X aufgenommen wurden.

Apples biometrisches Anmeldeverfahren Face ID lässt sich offenbar unter bestimmten Umständen überlisten: Nachdem erste Tests kurz nach der Verfügbarkeit des iPhone X gezeigt hatten, dass die Gesichtserkennung eineiige Zwillinge nicht auseinanderhalten kann, folgen nun Berichte zu anderen Methoden, Face ID zu umgehen. So zeigt eine Frau in einem YouTube-Video, wie ihr zehnjähriger Sohn ihr per Gesichtsmuster gesichertes iPhone X entsperrt. Dies gelang allerdings nur unter schlechten Lichtverhältnissen; in hellem Tageslicht neu eingerichtet, ließ sich Face ID nicht vom Sohn entsperren.

Wie glaubwürdig der Bericht der vietnamesischen Sicherheitsfirma BKAV ist, Face ID mittels einer speziellen Maske mit Silikonelementen auszutricksen, steht dahin: Die Forscher weigerten sich, Face ID neu aufzusetzen und das Experiment zu wiederholen. Die Methode funktioniere nur aus einem bestimmten Winkel und die Vorbereitung dauere mehrere Stunden. (bkr@ct.de)

SuperDuper! 3.0 kann APFS

SuperDuper! 3.0 unterstützt macOS High Sierra und APFS-Laufwerke.

Mit der kürzlich erschienenen Version 3.0 ist das Backup-Tool SuperDuper! vollständig mit macOS High Sierra (10.13) kompatibel und unterstützt nun Apples neues Dateisystem APFS. Es ist auch unter Apples aktuellem Betriebssystem in der Lage, bootfähige Sicherungskopien des gesamten Systems auf anderen Laufwerken zu erstellen. Mit APFS formatierte Boot-Volumes kopiert es dazu aus einem eingefrorenen Schnappschuss (Frozen Snapshot) heraus; bislang nutzte nur der in macOS eingebaute Backup-Dienst Time Machine diese Funktion. Die Entwickler empfehlen Nutzern, die unter High Sierra von Version 2.7.5 oder älter umsteigen, die Backup-Pläne zu löschen und neu anzulegen. Die Basisversion von SuperDuper! ist kostenlos, erweiterte Funktionen wie Scheduler und Scripting kosten für Neukunden 28 US-Dollar, für Bestandskunden ist der Umstieg gratis. Das Tool ist mit macOS ab 10.10 (Yosemite) kompatibel. (bkr@ct.de)

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