c't 25/2017
S. 22
News
Peripherie

HDR-fähiger 4K-Projektor

Der DLP-Beamer W1700 für 1800 Euro projiziert Bilder in 4K-Auflösung per Pixelshift.

Ein 4K-Beamer für 1800 Euro? Das klingt zu schön, um wahr zu sein. Tatsächlich handelt es sich beim BenQ W1700 mitnichten um einen DLP-Beamer mit 3840 × 2160 Spiegelchen. Stattdessen nutzt er den von Texas Instruments entwickelten DMD-Chip mit 2716 × 1528 Spiegelchen und projiziert per Pixelshift Bilder mit 3840 × 2160 Bildpunkten auf die Leinwand – BenQ spricht fälschlicherweise von 8,3 Millionen Pixeln und echter 4K-Auflösung. Vergleichbare Beamer gibt es auch von Acer und Optoma. Wie wir am Beispiel des Acer-Laser-Beamers VL7850 (siehe c’t 24/2017) mit gleichem Chip feststellen konnten, bemerkt man jedoch nur aus der Nähe, dass es sich um Pseudo-4K handelt.

Der W1700 unterstützt an einem seiner zwei HDMI-Eingänge den Hochkontrast HDR. Sein Farbumfang ist allerdings auf 96 Prozent des Videofarbraums Rec709 begrenzt – für farbstarke HDR-Bilder ist das etwas wenig. Zum leichteren Aufstellen hat BenQ einen 1,2fachen Zoom eingebaut, ein Lensshift fehlt. An den Sub-D-Port kann man ältere Notebooks anschließen, der eingebaute 5-Watt-Lautsprecher sollte für die Präsentationsuntermalung genügen. BenQ verspricht einen Lichtstrom von 2200 ANSI-Lumen und 12 Monate oder 2000 Stunden Lampenlebensdauer. Die Garantiezeit für den 4,2 Kilogramm leichten Beamer umfasst zwei Jahre. (uk@ct.de)

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