c't 26/2017
S. 40
News
Anwendungen

Sanfte Porträt-Retusche

Der neue Retuschepinsel in Zoner Photo Studio soll die Haut glätten, aber nicht glattbügeln.

Der Foto-Entwickler Zoner Photo Studio X hat eine Reihe neuer Funktionen bekommen. So kennt er nun das Multimediaformat HEIF, in dem iOS 11 Fotos und Videos ausgibt. HEIF-Bilder sollen sich nicht nur öffnen, sondern auch bearbeiten und speichern lassen. Laut Hersteller befindet sich das Feature noch in einem experimentellen Stadium – eine gewisse Vorsicht und Sicherheitskopien sind also angebracht.

Für die Porträt-Retusche ergänzt das jüngste Update einen Pinsel zum Glätten der Haut und einen, der Falten und andere Strukturen so abschwächen soll, dass die Gesichter weiterhin natürlich wirken. Ein künstlicher Polarisationsfilter färbt den Himmel strahlend blau – ein Effekt, den Fotografen klassischerweise mit dem gleichnamigen Filter aus Glas vor ihrem Objektiv erzielen. Auch die Arbeit mit Ebenen und Masken wurde verbessert. Zoner Photo Studio ist nur im Abo zum Preis von 39 Euro jährlich erhältlich. (atr@ct.de)

Software für Foto-Vorträge

Die Bedienoberfläche von Wings Platinum für HDAV-Fotoshows ist in Version 6 skalierbar.

Wings Platinum von AV Stumpfl ist ein Programm zur professionellen Fotopräsentation. In Version 6 lässt es sich mit der Funktion „Wings Remote“ über Android-Smartphones und iPhones fernsteuern. Dazu greift man über den Webbrowser des Mobilgeräts und eine WLAN-Verbindung auf Wings Platinum zu. Die Adresse kann man als Lesezeichen-Verknüpfung auf dem Smartphone-Bildschirm ablegen.

Die Bedienoberfläche ist nun skalierbar. In den höheren Editionen von Wings Platinum 6 ist die H.265-Formatunterstützung neu hinzugekommen; sie setzt eine Nvidia-Grafikkarte mit Maxwell-Chip oder neuer voraus. Das Codec-Pack unterstützt außerdem die Quicktime-Ausgabe mit Apple ProRes 4.2.2 sowie die Audio-Kodierungen AAC, AC3 und Ogg Vorbis. Kamerafahrten erzeugt das Programm jetzt über Presets.

Neu ist eine Eco-Lizenz für 124,50 Euro netto mit zwei Cross-fade-Spuren, um Fotos zu überblenden. Wings Platinum Starter für 249 Euro hat jetzt drei Spuren sowie H.264-komprimierte Videoausgabe. Die Advanced-Ausgabe für 499 Euro umfasst auch Audio- und Videoeffekte und die Pro-Version für 799 Euro kommt mit Unterstützung für Dual-Displays und 3D-Projektion sowie Audio- und Video-Loops für gesprochene Live-Kommentare. (akr@ct.de)

PDF-Editor von Foxit

Foxit hat Version 9 des PDF-Editors PhantomPDF veröffentlicht – flankiert von der Unternehmensanwendung ConnectedPDF 2.0, die Begutachtung und Abzeichnen von Dokumenten mit mehreren Beteiligten organisiert. PhantomPDF 9 setzt die Schwerpunkte auf Barrierefreiheit sowie Textbearbeitung und strebt Kompatibilität zum ISO-Standard PDF 2.0 an.

Um PDFs für Blinde und Sehbehinderte zugänglich zu machen, stehen Analyse- und Tagging-Funktionen bereit. Sie sollen Probleme erkennen und beheben, also etwa Tags setzen, Alternativtexte ergänzen oder die Lesereihenfolge festlegen. Fließtext soll sich jetzt wie in einer Textverarbeitung bearbeiten lassen, also nicht nur absatzweise, sondern auch spaltenübergreifend. Darüber hinaus exportiert die Software markierte Bereiche in MS-Office-Formate oder als HTML.

Weitere Neuerungen sind das Bearbeiten von Ebenen, der Import von Formulardaten als CSV-Datei sowie die Anzeige von PDF-2.0-Dokumenten. PhantomPDF gibt es im Abo oder zum Kauf in einer knapp 135 Euro teuren Business-Ausführung und einer Standard-Version für 110 Euro. Letztere ist etwa beim Bearbeiten von Ebenen, Schwärzungsfunktionen und dem Erstellen barrierefreier PDFs eingeschränkt, eine detaillierte Aufstellung finden Sie auf der Website des Herstellers. (atr@ct.de)

PDF-Verwandlungskünstler

Recosoft hat seinen PDF-InDesign-Konverter PDF2ID aktualisiert. Die 2018er-Ausgaben der beiden InDesign-Plug-ins arbeiten mit allen Creative-Cloud-Versionen zusammen und unterstützen macOS High Sierra sowie dessen APFS-Dateisystem. Beide laufen unter Windows und macOS.

PDF2ID wandelt Broschüren oder Magazin-Layouts vom Druckformat PDF in eine besser bearbeitbare InDesign-Datei. Hier gibt es Verbesserungen bei der Umsetzung von Tabellen und Bildern mit Alphakanal. Die Standard-Version kostet 199 Euro, die Professional-Ausgabe 299 Euro. Letztere beherrscht auch Farbraum-Operationen in CMYK und Lab, verarbeitet bis zu 20 Dateien gleichzeitig (Standard: 5) und verteilt die Rechenlast auf die verfügbaren Prozessorkerne. Die Software des japanischen Herstellers wird in Deutschland von Actino vertrieben. (atr@ct.de)

Suchdienst für Sprache

Die Suchmaschine Spaactor crawlt YouTube sowie derzeit mehr als 300 deutschsprachige Mediatheken. Dort gefundene Tonaufzeichnungen und Videos unterzieht sie einer Spracherkennung und fügt die Ergebnisse in ihren Index ein. Dadurch kann man in Spaactor anders als in herkömmlichen Suchmaschinen nach Texten recherchieren, die als Sprachaufzeichnung, aber nicht schriftlich veröffentlicht sind. Laut Anbieter findet die Suchmaschine die meisten Inhalte schon eine Viertelstunde nach ihrer Veröffentlichung.

Jetzt haben die Entwickler die Software um Schnittstellen für kostenpflichtige Suchaufträge erweitert. Damit kann man das System anweisen, künftig auch exotische Wörter wie etwa die Namen von Bekannten oder Geschäftspartnern bei der Erkennung zu berücksichtigen. Außerdem lassen sich Treffer nach Relevanz und Veröffentlichungsdatum filtern. So kann eine Firma automatisch eine Linksammlung anlegen, die alle Fundstellen zum Stichwort umfasst. Jeder Link führt beim Aufruf zum zugehörigen Video- oder Audio-Clip und positioniert die Abspielsoftware sekundengenau an die Fundstelle. Die Veröffentlichungen lassen sich mit oder ohne Positionsangaben über soziale Medien und per E-Mail weitergeben. (hps@ct.de)

Kommentieren