c't 3/2017
S. 46
Test
Android-Mittelklasse
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Schnäppchen-Update

OnePlus 3T: Smartphone mit Oberklasse-Hardware

Das OnePlus 3 war ein Geheimtipp: Für 400 Euro bekam man ein Telefon, das in vielerlei Hinsicht mit den damals weit teureren Spitzenmodellen der bekannten Hersteller gleichzog. Der leicht verbesserte Nachfolger OnePlus 3T kostet nun 440 Euro, während die Preise der Konkurrenz gefallen sind.

Wer nicht auf den ersten Blick als Nutzer der verbreiteten Marken abgestempelt werden möchte, ist bei OnePlus richtig: Weder die Vorder- noch die Rückseite des schicken Smartphones im Metallgehäuse ziert ein Namenszug oder ein erkennbares Logo, lediglich auf der Rückseite ist die wohl nur Nerds bekannte 1 in einem Quadrat graviert. Mit seiner Top-Ausstattung will das 3T in der höchsten Liga mitspielen: 5,5-Zoll-Display, schneller Prozessor und 64 GByte Speicher sind an Bord.

Der größte Nachteil des schicken Nerdtums: OnePlus vertreibt weiterhin ohne deutsche Niederlassung direkt aus China. Daher gibt es keine 14-tägige Rücknahme und keine Gewährleistung nach EU-Recht. Wobei OnePlus ähnliche Konditionen gewährt: Rückgabe nach 15 Tagen und 24 Monate Garantie. Der Online-Support findet größtenteils in Englisch statt, für etwaige Reparaturen muss man das Gerät nach China schicken.

Bezahlt wird mit Kreditkarte, der Versand nach Deutschland ist vorgesehen, dauert rund zehn Tage und umfasst ein Netzteil für deutsche Steckdosen. Auch dem Android-System merkt man seine Herkunft – anders als bei anderen China-Importen (siehe c’t 2/17) – nicht an: Es lässt sich auf Deutsch stellen, die Google-Dienste sind installiert und keine chinesische Ad-Ware ist vorhanden. Überhaupt hat OnePlus sein Android erfreulich unverändert gelassen.

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