c't 3/2017
S. 27
News
HTC-Smartphones, Storage

Smartphones mit Dual-Display, KI und Glasgehäuse

Das HTC U Ultra gibt es in vier Farben, die alle einen hübschen Perl-Effekt zeigen.

Mit seinem neuen Android-Smartphone U Ultra wagt HTC einen Neustart in Sachen Design. Das Gehäuse aus widerstandsfähigem Gorilla Glas 5 zeigt im Vergleich zu den Vorgängern wieder rundere Formen. Zudem versucht der Hersteller mit Zweit-Display und intelligentem Assistenten wieder interessanter zu werden.

Es ist die hauseigene Assistenz-Software Sense Companion installiert. Sie entscheidet passend zur aktuellen Situation, was den Nutzer gerade interessiert. Der Companion erinnert etwa daran, das Gerät rechtzeitig aufzuladen, wenn abends ein Termin im Kalender steht und der Akku bis dahin nicht durchhalten würde. Wird er nicht rechtzeitig geladen, versucht das Gerät so viel Strom zu sparen, dass es über den Abend kommt. Außerdem soll der HTC Sense Companion das kleine Info-Display (2 Zoll, 1040 × 160 Pixel) des U Ultra selbstständig mit Benachrichtigungen bestücken und unwichtige weglassen.

Darüber hinaus kann der Nutzer etwa Wetterinformationen, Verknüpfungen zu häufig genutzten Apps und Kontakten auf dem Minibildschirm hinterlegen. Das Telefon lernt dabei, welche Kontakte oder Themen dem Nutzer besonders wichtig sind. HTC will den Assistent lokal auf dem Gerät ausführen und sieht ihn als Ergänzung zu Cloud-basierten Assistenten wie Google Now. Um sich besser mit dem Assistenten verständigen zu können, sind vier Mikrofone eingebaut. Eine biometrische Erkennung verhindert, dass der Assistent auf fremde Stimmen hört.

Im U Ultra steckt eine 12-Megapixel-Kamera mit 1,55 µm großen Bildpunkten. Die Frontkamera nimmt 16 Megapixel auf und kann für bessere Selfies im Dunkeln je vier Bildpunkte für ein 4-Megapixel-Bild kombinieren.

Die Auflösung des Hauptbildschirms beträgt 2560 × 1440. Als Prozessor kommt der Snapdragon 821 von Qualcomm zum Einsatz, dem 4 GByte RAM zur Seite stehen. Der interne Speicher fasst 64 GByte und lässt sich mit einer MicroSD-Karte ergänzen. Funken kann das U Ultra maximal über LTE Cat. 11 mit bis zu 600 MBit/s. HTC legt weiterhin seine eigene Sense-Oberfläche über das installierte Android 7.

Ab Mitte Februar soll das HTC U Ultra ab 700 bis 750 Euro auf den Markt kommen. Ein U Play ohne Dual-Display und abgespeckter Hardware kostet 400 bis 450 Euro. (hcz@ct.de)

Schnelle PCIe-SSDs

WD erweitert die Black-Serie um eine SSD mit schnellem PCIe-Interface.

Bis zu 2,7 GByte/s schaffen neue PCIe-SSDs von Kingston, Mushkin, Plextor und WD beim Lesen von Daten. Alle werden im M.2-2280-Format erhältlich sein, vier schnelle PCIe-3.0-Lanes nutzen und mit dem dafür optimierten NVMe-Protokoll arbeiten.

Kingston will seine KC1000 mit Kapazitäten von 240, 480 und 960 GByte im zweiten Quartal 2017 auf den Markt bringen. Beim Lesen sollen die SSDs bis zu 2,7 GByte/s erreichen, beim Schreiben bis zu 1,6 GByte/s.

Mushkin nutzt bei seiner bis zu 2 TByte großen, Helix genannten SSD den 8-Kanal-Controller Silicon Motion SM2260 sowie 3D-NAND von IMFT. Diese SSDs sollen mit bis zu 2,5 GByte/s lesen, für zufällige Zugriffe gibt Mushkin 232.000 beziehungsweise 185.000 IOPS an.

Plextors M8Se wird als M.2-SSD und als PCIe-Einsteckkarte erhältlich sein. Letztere soll dank eines Kühlkörpers längere Zeit hohe Leistung bringen können. Maximal 1 TByte Speicherplatz und sequenzielle Übertragungsraten von 2,45 (Lesen) beziehungsweise 1 GByte/s (Schreiben) verspricht Plextor; das Unternehmen nutzt bei der M8Se Toshiba-Flash in 2D-TLC-Bauweise und den Marvell-Controller 88SS1093.

WD will die Black-SSD mit Kapazitäten von 256 (120 Euro) und 512 GByte (220 Euro) im ersten Halbjahr auf den Markt bringen. Lesend sollen die SSDs bis zu 2,05 GByte/s erreichen, schreibend bis zu 800 MByte/s – weitere Details sind noch nicht bekannt. (ll@ct.de)

Kommentieren