c't 4/2017
S. 102
Test
Bildbearbeitung
Aufmacherbild
Bild: Rudolf A. Blaha

Ungleiche Gegner

Affinity Photo fordert Photoshop zum Duell

Adobe dominiert den Bildbearbeitungsmarkt, aber nur zu gern würde mancher Nutzer sein Photoshop-Abo kündigen und die Bildbearbeitung kaufen. Eine Alternative ist Affinity Photo. Das Programm kopiert Photoshop-Funktionen und geht hier und da sogar innovativ darüber hinaus.

Adobe entwickelt die Bildbearbeitung Photoshop seit über 25 Jahren mit großem Erfolg. Früher war PaintShop Pro ein ernstzunehmender Konkurrent, seit Jahren verschlimmbessert Corel das Programm aber nur noch. Das freie Gimp kann Photoshop hinsichtlich Funktionsumfang, Verarbeitungsqualität und Geschwindigkeit nicht das Wasser reichen. Das recht günstige PhotoLine verspricht gute Bildverarbeitung, das eher komplizierte Bedienkonzept schreckt Einsteiger aber ab.

Der britische Software-Hersteller Serif nimmt die Herausforderung an, eine ebenso schnelle wie hochwertige Bildbearbeitung mit schlüssiger Benutzerführung zu liefern. Serif hat seit 1991 das Seitenlayoutprogramm PagePlus, seit 1994 das Zeichenprogramm DrawPlus und seit 1999 die Bildbearbeitung PhotoPlus entwickelt, vor Kurzem aber die gesamte Produktpalette über Bord geworfen – zu Gunsten der brandneuen Affinity-Reihe.

Herausgekommen sind bisher das Illustrationsprogramm Affinity Designer und die Bildbearbeitung Affinity Photo, jeweils als Dauerlizenz für 50 Euro erhältlich. Für diesen Preis bekommt man gerade mal vier Monate Photoshop: Die billigste Variante von Photoshop CC ist das Bundle mit Lightroom im Foto-Abo für knapp 12 Euro.

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