c't 4/2017
S. 28
News
Anwendungen

Server-gestützte Bildverwaltung

Der IMatch WebViewer gibt über den Browser Lesezugriff auf eine IMatch-Datenbank, etwa zur Präsentation auf Tablet oder Smart TV.

Photools hat ein Add-on für die Bildverwaltung IMatch veröffentlicht. IMatch Anywhere macht Bilddatenbanken über gängige Web-Browser zugänglich. Der IMatch WebViewer verwendet HTML und JavaScript und ist sowohl für Einzel- als auch für Mehrbenutzer-Umgebungen ausgelegt. Der Web-Viewer gibt bisher nur Lesezugriff. So eignet er sich zur Präsentation auf Tablets, Smartphones, Smart TV oder PC. In den kommenden Monaten soll sukzessive Schreibzugriff aufgebaut werden.

Die Home-Edition für maximal zwei gleichzeitige Benutzer kostet 45 Euro. Die Editionen Pro (200 Euro) und Team (400 Euro) unterstützen zehn beziehungsweise unendlich viele gleichzeitige Zugriffe. Nutzungsvoraussetzung für Anywhere ist eine IMatch-Installation. Eine Einzelplatzlizenz für IMatch kostet 110 Euro. (akr@ct.de)

3D-Druck-Modelle aus dem Browser

Die 3D-Modelliersoftware Vectary bringt eine Ebenenverwaltung mit.

Vectary hat den öffentlichen Beta-Status beendet und steht jetzt zur freien Verfügung. Die Modelliersoftware erstellt 3D-Modelle direkt im Browser. Außer dreidimensionalen Formen wie Rechtecken und Kugeln kann man damit 2D-Formen zeichnen und extrudieren. Vectary arbeitet mit Ebenen, die sich einzeln einblenden und bearbeiten lassen. Die Anwendung exportiert Modelle in den gängigen 3D-Druckformaten STL und OBJ – letztere importiert sie auch. Eine Screenshot-Funktion dokumentiert auf Wunsch einzelne Arbeitsschritte. Farbe und Helligkeit des Arbeitsbereichs lassen sich individuell festlegen. Die Anwendung ist kostenlos und setzt lediglich eine Registrierung voraus. (mre@ct.de)

Ribbons für LibreOffice

Die Symbolbänder von LibreOffice 5.3 erinnern an die Ribbons von Microsoft Office. Die traditionellen Menüs kann man weiterhin nutzen.

Die freie Office-Suite LibreOffice 5.3 erhält eine Symbolbänder-Ansicht, die den in MS Office 2007 eingeführten Ribbons ähnelt. Sie zeigt wichtige Befehle mit beschrifteten Symbolen an – entweder kontextabhängig oder in Registern für typische Aufgaben wie Einfügen, Referenzen oder Überprüfen. Die gewohnten Menüs und Symbolleisten bleiben aber Standard; auf die Symbolband-Ansicht muss man explizit umschalten.

Ein abgesicherter Modus hilft, Problemen auf die Spur zu kommen. Unter Windows lässt er sich über das Start-Menü aktivieren, unter Linux und macOS muss man das Office-Paket auf der Kommandozeile dafür mit dem Parameter –safe-mode starten. Ein Dialog bietet daraufhin an, Extensions abzuschalten oder die Software auf Standardeinstellungen zurückzusetzen.

Die Kontextmenüs zeigen jetzt Tastenkürzel an. Die Seitenleiste in Writer bietet auch Vorlagen für Tabellen und das Änderungsprotokoll an. Außerdem wurden die Import-/Export-Filter verbessert, insbesondere die für Excel-Dateien. LibreOffice 5.3 steht für Windows, Linux und macOS zum Download bereit. (db@ct.de)

Freier PDF/A-Validierer

Mit veraPDF hat das gleichnamige Konsortium einen Open-Source-Validierer für PDF-Dokumente veröffentlicht, der Konformität zum Langzeitarchivierungsstandard PDF/A (ISO 19005) überprüft und gegebenenfalls herstellt. Das Tool entstand als EU-gefördertes Gemeinschaftsprojekt der Open Preservation Foundation (OPF) und der PDF Association. veraPDF steht unter den Lizenzen MPL v2+/GPL v3+ auf Github zum Testen bereit. Geplant ist eine plattformübergreifende Standalone-Anwendung sowie eine API für Entwickler.

veraPDF analysiert PDF-Dokumente und gibt zwei Reports aus: Einer beschreibt Eigenschaften des Dokuments und seiner Metadaten, der andere verrät, ob das Dokument konform zu den Standards PDF/A-1 bis PDF/A-3 ist. Gegebenenfalls werden die Metadaten repariert: Falls sich ein als PDF/A ausgewiesenes Dokument als nicht konform zum Standard erweist, entfernt veraPDF das irreführende Flag aus den Metadaten. Falls lediglich die Metadaten die Anforderungen nicht erfüllen, korrigiert veraPDF die XMP-Einträge. (atr@ct.de)

FineReader bearbeitet PDF-Dokumente

FineReader markiert Unterschiede zwischen zwei Dokumentversionen und speichert auf Wunsch eine Zusammenfassung.

Abbyy FineReader 14 verwandelt eingescannte oder fotografierte Schriftstücke in editierbaren Text. Neu hinzugekommen sind diverse PDF-Werkzeuge. Sie trennen oder verbinden Seiten, markieren oder schwärzen Textpassagen, ändern Abbildungen oder helfen Formulare auszufüllen. Abbyy hat hierfür das Programm PDF Transformer+ in den FineReader integriert und will es nicht länger als eigenständiges Produkt anbieten. OCR- und PDF-Funktionen erreicht man jetzt über eine neue Bedienoberfläche.

Schriftstücke lassen sich nun miteinander vergleichen, selbst Dokumente unterschiedlichen Formats wie DOCX und PDF. Das Programm gleicht wahlweise nur die Zeichensetzung, nur die Zeichen oder beides ab. Das Ergebnis lässt sich als kommentiertes PDF speichern oder als Textdokument, in dem die Unterschiede aufgelistet sind.

Die Standard-Version von FineReader 14 für 200 Euro (Upgrade 130 Euro) bietet keinen Dokumentenvergleich. Der ist Bestandteil der Corporate-Version für 300 Euro (Upgrade 200 Euro) und der Enterprise Version für 500 Euro (Upgrade 330 Euro). Letztere konvertiert Dokumentenstapel automatisch. (apoi@ct.de)

Freier Foto-Entwickler

Der freie Foto-Entwickler RawTherapee 5 rechnet mit den Reglern der Retinex-Werkzeuge Dunst aus Fotos heraus.

Der freie Raw-Entwickler RawTherapee 5.0 soll verbesserte Werkzeuge für Schärfe und gegen Bildrauschen enthalten, Dunst entfernen und sehr dunkel geratene Bilder aufhellen können. Die sogenannten Wavelet-Tools zerlegen Fotos in Ebenen mit unterschiedlichem Detailgrad. So lässt sich das Bildrauschen auf einer Detailtiefe bearbeiten, während ein Schärfe-Algorithmus auf eine andere Detailtiefe angewandt wird. Das Retinex-Werkzeug rechnet Dunst aus Fotos heraus und soll stark unterbelichtete Fotos besser aufhellen können als bisher.

RawTherapee 5.0 enthält darüber hinaus Regler zur Reduktion von Farbrauschen. Das Farbmanagement wurde um eine Soft-Proof-Ansicht für die Druckausgabe erweitert und ermöglicht, Monitorprofile einzubinden. Das Programm bearbeitet mehr Raw-Dateitypen als zuvor inklusive solcher von Kameras mit Foveon- und X-Trans-Sensoren und unterstützt erstmals TIFF-Dateien mit bis zu 32 Bit Farbtiefe pro Kanal. RawTherapee 5.0 steht kostenlos für Windows Vista bis 10 zum Download bereit. Für Linux und macOS muss man den Installer selbst kompilieren. (akr@ct.de)

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