c't 5/2017
S. 20
News
Server & Storage

Flache Storage-Server mit 1 PByte Flash

Intel verspricht 1 PByte Speicher in einem Rack-Einschub mit 1 HE.

Auf einem Investor Meeting hat Intels Chefin der Server-Sparte, Diane Bryant, kompakte Rack-Server mit bis zu 1 PByte Flash- und 3D-XPoint-Speicher in Aussicht gestellt. Sie nannte zwar keine konkreten Termine oder Preise, zeigte aber eine Illustration eines Rack-Gehäuses mit 1 HE Bauhöhe. Dort hinein sollen NAND-Flash- und 3D-XPoint-Module – Letztere als schneller Cache – mit insgesamt 1 Petabyte Kapazität passen.

Nach derzeitigen Preisen für Flash-Speicher in Enterprise-Qualität würde ein solches System wohl mindestens 1 Million Euro kosten. (ciw@ct.de)

Insolvenzantrag: Serverhersteller Protonet ist zahlungsunfähig

Protonet baut private Server auch für Kleinunternehmen und warb mit besonders hohem Datenschutz. Da ein Investor abgesprungen ist, hat das Unternehmen Anfang Februar einen Insolvenzantrag gestellt. Das Geschäft läuft jedoch nach Angaben des Insolvenzverwalters, dem Hamburger Rechtsanwalt Prof. Dr. Klaus Pannen, weiter. Die Gehälter der 16 Angestellten sind durch das Insolvenzgeld bis Ende April gesichert.

Nutzer einer Protonet-Lösung müssen sich aktuell noch keine Sorgen machen. Private Protonet-Server benötigen keine Verbindung zum Hersteller. Lediglich der DNS-Dienst des Unternehmens wird in den nächsten Wochen sehr wahrscheinlich eingestellt. Betriebe, die eine *.protonet.info-Domain nutzen, müssen sich um die Registrierung eines eigenen Namens im Web kümmern.

Ob die US-Muttergesellschaft Protonet Inc. ebenfalls Insolvenz anmelden muss, ist bisher unklar. Noch 2014 hatte Protonet seine Mikroserver mit Datenschutzversprechen und Updates über mehrere Jahre beworben. Die im selben Jahr gestartete Crowdfunding-Kampagne brachte innerhalb weniger Stunden 1,5 Millionen Euro ein und erregte damit weltweit Aufsehen. Insgesamt kamen dabei 3 Millionen Euro von 1800 Kleininvestoren zusammen. (amo@ct.de)

NVMe-SSDs für Cloud-Server

Bis zu 3,8 TByte im 2,5-Zoll-Gehäuse: Die SanDisk Skyhawk ist für Server gemacht.

Schneller Speicher im 2,5-Zoll-Format: SanDisk bringt zwei neue SSDs für Rechenzentren. Die Skyhawk-Familie gibt es in den Versionen Standard und Ultra. Beide nehmen per U.2-Anschluss Kontakt mit dem Mainboard oder passenden NVMe-Switches auf, nutzen vier schnelle PCIe-3.0-Lanes sowie das NVMe-Protokoll in Version 1.2 und sind 15 Millimeter hoch.

Die Standard-Version soll beim Lesen 1,7 GByte/s erreichen, beim Schreiben knapp 1,2; die Leistung bei zufälligen Zugriffen gibt SanDisk mit 250.000 beziehungsweise 47.000 IOPS an. Die Skyhawk ist mit Kapazitäten von 1,9 und 3,8 TByte erhältlich. Die Ultra-Version nutzt mehr Speicher für das Overprovisioning, die Kapazität liegt bei maximal 3,2 TByte. Beim sequenziellen Lesen ist sie mit 1,7 GByte/s etwas schneller, vor allem aber liegt die Leistung beim Schreiben zufälliger Daten mit 83.000 IOPS deutlich höher. Ein weiterer Vorteil: Sie lässt sich im Rahmen der fünfjährigen Garantie täglich bis zu 1,7-mal komplett beschreiben (1,7 Drive Writes Per Day, DWPD), die Standard-Version ist mit maximal 0,6 DWPD weniger belastbar.

Beide SSDs sollen im zweiten Quartal erhältlich sein, Preise hat das Unternehmen noch nicht genannt. (ll@ct.de)

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