c't 6/2017
S. 58
Vorsicht, Kunde
Daten-Roaming
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Bild: Peter Stemmler

Leerverkauf

Italien-Urlauber soll O2 trotz Sperre Roaming-Kosten bezahlen

Roaming ist immer eine mögliche Kostenfalle. Deswegen ging Thomas B. bei einem Italien-Urlaub auf Nummer sicher, schaltete das Daten-Roaming am Tablet seiner Frau komplett aus und nutzte nur das Hotel-WLAN. Trotzdem bekam er eine hohe Rechnung.

Bevor Thomas B. im Januar dieses Jahres in einen einwöchigen Kurzurlaub nach Italien startete, nahm er sich das iPad seiner Frau vor. Im Menü des Geräts deaktivierte er das Daten-Roaming, um keine unnötigen Kosten zu erzeugen – immerhin 10 Euro pro Tag für mickrige 50 Megabyte. Schließlich blieb das Tablet die meiste Zeit im Hotel – und dort gab es kostenloses WLAN. Der Urlaub verlief wie geplant, das Tablet verrichtete unter Nutzung des Hotel-WLAN seinen Dienst und nach einer Woche traf das Ehepaar B. wieder in Deutschland ein.

Eine Woche nach seiner Rückkehr erhielt Thomas B. die Rechnung seines Mobilfunk-Providers O2. Er wollte seinen Augen nicht trauen: Für jeden Urlaubstag hatte O2 trotz der eingerichteten Roaming-Sperre ein Internet Day Pack EU für 10 Euro gebucht, insgesamt 60 Euro. Der verblüffte Kunde untersuchte zunächst einmal das iPad. Die Sperre fürs Daten-Roaming war immer noch aktiv. Seit dessen Inbetriebnahme im August 2016 betrug das insgesamt übertragene Datenvolumen im Roaming gerade einmal 35,2 Kilobyte.

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