c't 6/2017
S. 70
Test
AMD Ryzen: Gaming

AusRyzer

Spieleleistung von AMDs Ryzen R7 1800X

AMDs Flaggschiff-Prozessor muss in Spielen gegen die bisher übermächtige Intel-Konkurrenz antreten. Die CPU hält dabei ganz gut mit – bei manchen Szenarien bricht sie jedoch stark ein.

Spielern reichen 60 Bilder pro Sekunde (frames per second/fps) nicht mehr aus, denn mittlerweile gibt es Monitore und VR-Brillen, die 90 bis 144 fps fordern. Häufig limitiert daher nicht mehr nur die Grafikkarte, sondern auch der Hauptprozessor, der beim Verarbeiten von Geometrie, KI, Physik, Sound, Streaming-Daten & Co hinterherkommen muss. AMDs Ryzen-Prozessoren versprechen das dank ihrer acht starken Kerne und 16 Threads locker zu packen und sich besonders gut zum Zocken zu eignen. Sie sollen zur teuren Intel-Konkurrenz aufschließen – und das, obwohl die Single-Thread-Leistung beim Kaby Lake höher ausfällt.

Ryzen liefert genügend Rechenleistung, um Virtual-Reality-Welten mit weit mehr als 100 fps darzustellen.

Wir haben den 560 Euro teuren High-End-Prozessor AMD Ryzen 7 1800X mit den derzeit schnellsten Grafikkarten von AMD (Radeon R9 Fury X) und Nvidia (Titan X Pascal) gepaart und auf eine Auswahl von 3D-Spielen und Benchmarks gejagt. Die Spiele musste Ryzen in verschiedenen Auflösungen und jeweils bei maximaler und minimaler Detailstufe bewältigen. Außerdem protokollierten wir nicht nur die durchschnittliche Bildrate, sondern auch die jeweiligen Minima und Maxima. Gegen Ryzen trat Intels 1000-Euro-Achtkernprozessor Core i7-6900K an sowie der schnellste Kaby-Lake-Vierkerner Core i7-7700K (360 Euro).

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