c't 7/2017
S. 66
Kurztest
Smart-Home-Kamera

Smartes Außenlicht

Netatmos Presence kombiniert IP-Kamera, Außenlicht und Bewegungsmelder und liefert Alarmmeldungen aufs Tablet oder Smartphone.

Aufmacherbild

Die Presence von Netatmo ist eine massive Outdoor-Kamera mit integriertem Lichtmodul und 230-Volt-Anschluss. Sie steckt in einem wetterfesten Gehäuse aus dickwandigem Aluminium und ist für die Montage an der Außenwand geeignet. Bei zwanzig Zentimeter Höhe ist sie nur fünf Zentimeter schmal. Die mitgelieferte Wandhalterung erlaubt die Montage in unterschiedlichen Dreh- und Neigungswinkeln.

Über die Security-App für iOS und Android kann man sich benachrichtigen lassen, sobald die Presence eine Bewegung erkennt.

Über die für iOS und Android erhältliche Security-App verbindet man die Presence mit dem WLAN. Ein Assistent erleichtert die Ersteinrichtung. Will man die WLAN-Einstellungen nachträglich verändern, muss man der Kamera den beigelegten QR-Security-Code vor die Linse halten, um sich zu authentifizieren.

Die Kamera nimmt Videos in 1080p auf und legt sie auf der mitgelieferten MicroSD-Karte (8 GByte) ab, sobald sie Bewegungen detektiert. Eine automatische Erkennung unterscheidet dabei auf rund 20 Meter recht zuverlässig nach Autos, Menschen, Tieren oder sonstigen Bewegungen. Eine Gesichtserkennung wie bei Netatmos Indoor-Kamera Welcome gibt es nicht. Um Fehlmeldungen zu minimieren, lassen sich im Videobild bis zu vier „alert zones“ definieren. Die übrigen Bildbereiche sind damit von der Analyse ausgeschlossen.

Die Presence arbeitet – wie auch Netatmos Welcome – ohne Cloud-Speicher oder zusätzliches Abo-Modell. Lediglich die Benachrichtigungen und ein Standbild werden über die Netatmo-Server an die App geleitet. Auf Wunsch lassen sich Videos parallel auf einen Dropbox-Account oder einen FTP-Server schieben. Wer die Smart-Home-Steuerung von Mediola oder den Cloud-Dienst Conrad Connect nutzt, kann sich die von der Kamera erkannten Ereignisse auch über diesen Weg signalisieren lassen.

Die integrierten IR-Spots leuchten das Terrain bis etwa 15 Meter weit aus. Dabei kann man einstellen, ob die Presence bei Bewegungen das integrierte 12-Watt-Flutlicht einschaltet oder das Ereignis im nicht sichtbaren Infrarotbereich ausleuchtet und aufnimmt.

Für den Hauseingang ist die Presence als Leuchte etwas zu grell, als Ersatz für den Halogen-Spot mit Bewegungsmelder eigentlich ein wenig zu lichtschwach. Wenn man eine gute Position findet, hat man das Geschehen vor dem Haus aber sicher im Blick. (sha@ct.de)

Tabelle
Tabelle: Presence

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