c't 8/2017
S. 86
Test
Notebooks
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Geschäftsreisende

Vier 14-Zoll-Business-Notebooks und ihre Docks

14-Zoll-Notebooks tummeln sich zwischen den Welten: Sie bieten mehr Bildschirmfläche als 13,3-Zöller, aber zugleich Ausstattungsoptionen großer Notebooks, ohne so klobig zu sein. Allerdings findet man 14-Zoll-Notebooks nur in den Business-Familien der Hersteller, was zu Optionen wie Garantieverlängerung und Dockingstationen führt.

Bei fast allen Notebook-Herstellern unterteilt sich das Portfolio in zwei Bereiche: Consumer- und Business-Geräte. Erstere sind die, die man beim Elektronik-Discounter in der Ausstellung findet und die in Werbeprospekten groß mit kleinen Preisen beworben werden. Trends wie Touchscreens oder 2-in-1-Bauweisen findet man zuerst hier.

Im Business-Bereich geht es deutlich konservativer zu. Freilich kommen auch hier mit jeder neuen Prozessorgeneration neue Notebooks auf den Markt, doch das Flotten-Management von Firmen gibt andere Anforderungen vor. Dazu zählen nicht nur Fernwartungsfunktionen, die Administratoren den Support erleichtern: Das Netzteil der Vorgängergeneration oder des Schwestergeräts mit anderer Display-Diagonale soll hier wie dort passen – damit der Admin immer Ersatz auf Lager hat. Gegen Aufpreis sind Garantiezeiträume von bis zu vier Jahren möglich. Bucht man Vor-Ort-Service, dann kommt im Fehlerfall ein Techniker samt Ersatzteil vorbei – bei einem wichtigen Arbeitsmittel ist eine mehrwöchige Reparatur ein No-Go.

Dennoch färben Consumer-Trends auf Business-Geräte ab: Flach, leicht und ausdauernd ist hier wie dort gefragt. Ein betagter VGA-Ausgang ist in der aktuellen Business-Generation keine Selbstverständlichkeit mehr; alte Büro-Beamer finden also nur noch per Adapter Anschluss. Auch haben Neuerungen wie USB-C inzwischen ihren Weg in die Business-Geräte gefunden – und sorgen dort für einen großen Evolutionsschritt: Durch die vielseitigen Nutzungsmöglichkeiten mit USB-Signalen, DisplayPort-Ausgang und leistungsfähiger USB-PD-Stromversorgung ist die schlichte Typ-C-Buchse drauf und dran, die proprietären Connectoren abzulösen. Und nicht zuletzt: Obwohl Business-Notebooks für den Firmeneinsatz entwickelt wurden, darf man sie auch als Privatanwender kaufen und ihre Vorteile wie lange Garantiezeiträume und Dockingstationen nutzen.

Testfeld

Wir haben uns vier Notebooks mit Intels aktuellen Kaby-Lake-CPUs samt zugehöriger Docks ins Haus geholt: das Dell Latitude 5480, das Fujitsu LifeBook E547, das HP ProBook 440 G4 und das Lenovo ThinkPad E470. Gerne hätten wir auch Konkurrenten wie das TravelMate X349-G2 von Acer, das B9440 von Asus oder das Satellite Pro A40-D von Toshiba mit ins Rennen geschickt, doch diese waren zum Testzeitpunkt noch nicht lieferbar. Die vier Probanden sind die günstigsten 14-Zöller der jeweiligen Hersteller und ähnlich ausgestattet: mattes Full-HD-Display, ein Core-i5-Prozessor, 8 GByte Arbeitsspeicher und eine 256-GByte-SSD.

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