c't 8/2017
S. 44
News
Software

Statische Landkarten-Overlays

Auch in einer statischen Bilddatei mit dem Mapbox-Luftbild von San Francisco lassen sich öffentliche Parks per Overlay hervorheben.

Mit dem Static API des Landkarten-Editors Mapbox lassen sich Overlays auf Web-gestützten Landkarten anbringen, auch wenn die Karten auf einem Client ohne JavaScript-Unterstützung angezeigt werden. So kann man zum Beispiel einen Kartenauszug vom Mapbox-Webserver abrufen, mit Overlays ergänzen und dann als statische Bilddatei in ein Dokument oder eine E-Mail einbetten. Overlays lassen sich in Form von GeoJSON-Objekten gemäß simplestyle-spec, als encoded Polylines sowie als Symbole aus eigenem Entwurf oder aus dem Mapi-Set von Mapbox platzieren.

Mapbox kann man mit begrenztem Speicherkontingent für nicht kommerzielle Websites kostenlos nutzen, darüber hinaus werden mindestens 500 US-Dollar je Monat fällig. (hps@ct.de)

Sicher fotografieren

Der Hersteller von Sicherheitsprodukten Virtual Solution hat seine App SecurePIM um eine Funktion zum sicheren Fotografieren erweitert. Secure Camera greift direkt auf die Hardware zu und legt Fotos in einem gesicherten SecurePIM-Container ab. Die vorinstallierte Kamera-App wird nicht benutzt; die Fotos landen so weder im Smartphone-Album noch bei Cloud-Diensten.

Über SecurePIM per E-Mail versandte Nachrichten speichert SecurePIM inklusive angehängter Fotos wiederum im Container des Empfängers. Auch Kontakte, Dokumente und weitere unternehmensrelevante Informationen und Einstellungen liegen innerhalb des Containers und sind damit vom Rest des Geräts getrennt. Die App kommuniziert über TLS mit dem ActiveSync-Server und nutzt hybride Verschlüsselung mit RSA-2048 und AES-256. E-Mails können über S/MIME verschlüsselt werden.

Die App-Suite SecurePIM steht für Android und iOS zur Verfügung. Eingriffe am Gerät über Mobile-Device-Management sind laut Hersteller nicht nötig. Preise beginnen ab 69 Euro pro Nutzer. Zusätzliche Kosten können für weitere Komponenten anfallen. (akr@ct.de)

Selektive Fotobearbeitung

Das Zoner Photo Studio X enthält nun ein Pinselwerkzeug, mit dem sich Einstellungen zu Belichtung, Kontrast und Sättigung selektiv auftragen lassen.

Das Zoner Photo Studio X bekommt neue Funktionen zur selektiven Raw-Korrektur. Im Entwickeln-Modul steht neben Grauverlaufs- und Radialfilter nun auch ein Pinselwerkzeug zur Verfügung. Mit ihm lassen sich Korrekturen an Belichtung, Kontrast, Lichtern, Schatten, Klarheit, Sättigung und Schärfe per Pinselstrich selektiv anwenden. Der Pinseldurchmesser kann bis zu 1000 Pixel betragen; auch Deckkraft und Kantenschärfe sind variabel.

Das Werkzeug „Automatische Verbesserungen“ verspricht bessere Resultate bei der Helligkeits- und Farbkorrektur. „Auswahl verfeinern“ soll über drei Schieberegler schwierige Motive wie Haare freistellen können. Fotos lassen sich nun mit GPS-Tracks synchronisieren, um Geotags einzufügen. Wenn die Aufnahmezeit nicht mit der Track-Zeit übereinstimmt, kann man die Fotos entlang des Pfads verschieben. Aus der Anwendung heraus kann man Fotoprodukte über den Dienstleister 24print bestellen. Zoner Photo Studio X ist als Abo für 72 Euro pro Jahr erhältlich. (akr@ct.de)

Schaltungssimulation

Das Signalanalyse-Programm Sigrity 2017 von Cadence kann den Einfluss von ESD-Transienten (elektrostatischen Entladungen) auf Schaltungen simulieren. Das ist hilfreich, da durch die immer höhere Packungsdichte in elektronischen Geräten auch deren Empfindlichkeit gegenüber ESD zunimmt. So lässt sich beispielsweise die Schutzwirkung von Suppressor-Dioden zerstörungsfrei testen. Ebenfalls neu ist der Allegro-PowerTree. Dieses Modul stellt die Topologie des Stromversorgungsnetzwerks grafisch dar und erleichtert mit Informationen über Koppelkapazitäten und Zielimpedanzen die stabile Auslegung des Versorgungssystems. In Sachen PCI Express ist Sigrity 2017 auch dem jüngsten Standard gewachsen und ermöglicht über eine Serial-Link-Analyse einen Kompatibilitätstest des Designs. (Mathias Poets/hps@ct.de)

Kfz-Signalanalyse

Das Campbell-Diagramm zeigt Zusammenhänge zwischen Motordrehzahl und -sound.

IPEtroniks Messdatenerfassungs-Paket IPEmotion 2017 R1 erleichtert mit zusätzlichen Funktionen zur Fahrzeug-Busanalyse die Messung der Schallpegel bei akustischen Ereignissen. Jetzt kann man die aufgezeichneten Audiodaten direkt als Campbell-Diagramm anzeigen und sofort kontrollieren. Dabei wird das Frequenzspektrum in Abhängigkeit von der Motordrehzal aufgetragen.

Ein neues Werkzeug vereinfacht die Analyse von Systemen auf der Basis des CAN-Bus. Damit lassen sich die Daten flexibel filtern, und zwar online während der Messung und offline auf Basis der vorliegenden Messdaten. Demnächst sollen auch die Kfz-Bussysteme FlexRay und LIN unterstützt werden. (Mathias Poets/hps@ct.de)

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