c't 9/2017
S. 140
Praxis
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Web-Schnellstart

Grundlagen für Webprojekte mit Yeoman und anderen Scaffolding-Werkzeugen

Nichts ist bei einem Frontend-Webprojekt mühsamer als der Anfang. Yeoman, Brunch und andere Scaffolding-Werkzeuge helfen über die Startschwierigkeiten hinweg und ermöglichen, von Beginn an auf Profi-Level zu arbeiten.

Bei Frontend-Webprojekten kommen heute üblicherweise Build-Werkzeuge zum Einsatz. Task-Runner wie Grunt, Gulp oder npm-Skripte starten Entwicklungsserver, kompilieren Sass-Stylesheets, setzen HTML-Fragmente zusammen, binden npm- und Bower-Module ein, optimieren Grafiken, transpilieren und verdichten die Skripte. All das geschieht weitgehend automatisiert mit Watch-Tasks und Live-Reloadern.

Wenn so ein Build-System erst einmal läuft, läuft auch die Entwicklung wie geschmiert. An diesen Punkt zu kommen nervt allerdings erfahrene Entwickler und überfordert Einsteiger. Zum Glück ähneln sich die Build-Anforderungen vieler Frontend-Projekte. Da liegt es nahe, solche Code-Fabriken aus Fertigbauteilen zusammenzustellen – und genau das ist der Job von Meta-Werkzeugen wie Yeoman, Brunch oder dem Google Web Starter Kit.

Beliebt ist vor allem Yeoman, dessen Name weniger auf den altenglischen Bauernstand als auf „yo, man“ anspielt. Um dieses modular aufgebaute Scaffolding-Werkzeug herum ist ein Ökosystem von mehreren tausend vorgefertigten Vorlagen für Projektgerüste entstanden, sogenannten Generatoren. Das 2012 begonnene Projekt ließ sich von Ruby on Rails inspirieren und hat bekannte Entwickler vor allem aus dem Google-Umfeld wie Addy Osmani oder Paul Irish hinter sich. Am beliebtesten ist es bei Frontend-Entwicklern, aber Yeoman gibt weder die Programmiersprache des Projekts noch den Task-Runner oder das Modul-System vor.

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