c't 9/2017
S. 64
Hintergrund
Elektrobrände
Aufmacherbild
Bild: IFS e. V.

Brandgefährlich

Standby-Geräte und Akkus sorgen für neue Risiken

Dauerhaft aktive elektronische Geräte im Haushalt – etwa Fernseher oder WLAN-Router – verursachen jährlich Tausende Wohnungsbrände in Deutschland. Hinzu kommt die wachsende Gefahr durch explodierende Akkus – auch wegen unsachgemäßer Verwendung und mangelhafter Bauteile. Nicht immer ist klar, wer für den Schaden haftet.

Ein tragischer Unfall hat der US-Bevölkerung Mitte März einmal mehr vor Augen geführt, welche Gefahr von hipper, billig zusammengestückelter Elektronik ausgeht: Bei einem Brand im Bundesstaat Pennsylvania verloren zwei Mädchen im Alter von drei und zehn Jahren ihr Leben. Ersten Ermittlungen zufolge hatte das Hoverboard der Kinder beim Aufladen des Lithium-Akkus Feuer gefangen und das Haus in Brand gesetzt.

„Im Massenmarkt tauchen Hersteller auf, die bei einem Hype – etwa den Hoverboards – mitmischen wollen, ohne das Know-how zu haben“, erklärte Ralf Diekmann, Sprecher für Produktsicherheit beim TÜV Rheinland gegenüber dpa [1]. Immer öfter geraten auch große Akkus in Brand, wie sie in E-Bikes verbaut sind. Anfang Februar 2017 etwa hat die Explosion eines Akkus ein Pedelec-Geschäft in der Innenstadt von Hannover vollständig zerstört und ein darüberliegendes Parkhaus stark in Mitleidenschaft gezogen – gestorben ist zum Glück niemand.

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