c't 2/2018
S. 166
Know-how
Windows PowerShell
Aufmacherbild

Aufbruch mit Power

PowerShell: Loslegen mit Microsofts mächtiger Kommandozeile

Microsoft treibt die Verbreitung der PowerShell als universelle Textkonsole immer weiter voran – und das nicht nur unter Windows. Es lohnt sich also mehr denn je, sich mit ihr anzufreunden. Als Belohnung warten ein nahezu unerschöpflicher Befehlsvorrat und endlich eine Skriptsprache, die diese Bezeichnung verdient hat.

Schon seit einigen Versionen hat Windows ein Programm an Bord, um die arg in die Jahre gekommene Eingabeaufforderung abzulösen: die PowerShell. Bei Administratoren in größeren Organisationen erfreut sie sich wachsender Beliebtheit, nicht zuletzt weil sich damit Rechner bequem aus der Ferne warten lassen. In letzter Zeit hat Microsoft einiges getan, um der PowerShell auf noch breiterer Front zum Durchbruch zu verhelfen: Beispielsweise hat sie seit dem vorletzten größeren Update für Windows 10 den Platz der Eingabeaufforderung im Windows+X-Menü eingenommen.

Die PowerShell ist auch nicht mehr exklusiv Windows-Anwendern vorbehalten: Für Linux- und macOS-Benutzer gibt es die „PowerShell Core“. Entstanden ist sie aus Quellcode, den Microsoft unter einer Open-Source-Lizenz veröffentlicht hat – siehe Textkasten.

Bei vielen Anwendern fristet die PowerShell trotz allem immer noch ein Schattendasein – zu Unrecht, wie wir finden: Bei der interaktiven Benutzung bietet sie Komfort-Funktionen wie Tab-Completion für Befehle und Optionen oder eine unerreicht ausführliche Hilfe. Ihr größter Schatz ist aber die eingebaute Skriptsprache, mit der sich Aufgaben automatisieren lassen. Im Vergleich dazu mutet die Batch-Sprache der Eingabeaufforderung geradezu vorsintflutlich an. Zudem hält die PowerShell sowohl in der Konsole als auch in Skripten einen beinahe unerschöpflichen Befehlsvorrat bereit.

Kommentare lesen (9 Beiträge)