c't 5/2018
S. 146
Wissen
Windows-Partitionierung
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Vielfach unterteilt

Die Partitionierung moderner Windows-PCs

Bei einem Blick mit einem Partitionierungsprogramm auf die Festplatte entdeckt man üblicherweise mehr Partitionen als Laufwerke im Explorer zu sehen sind. Wir dröseln auf, welchen Zweck sie jeweils erfüllen.

Wenn man dem Windows-Setup-Programm die Partitionierung der eingebauten Festplatte oder SSD überlässt, richtet es nicht nur eine Partition für die Windows-Installation selbst ein, sondern ein paar mehr. Deren Anzahl und Verwendungszweck unterscheidet sich nicht nur von Windows-Version zu Version, sondern hängt auch von der Mainboard-Firmware ab. Im Explorer sind die zusätzlichen Partitionen nicht zu sehen, und der Grund für dieses Versteckspiel ist ein guter: Es dient erstens dem Schutz des standardmäßig zusätzlich installierten Minibetriebssystems namens Windows RE (Recovery Environment, siehe Seite 74 in dieser Ausgabe). Das startet immer dann, wenn Windows selbst Bootprobleme hat.

Zweitens wird auch der Bootloader so geschützt, weil ohne ihn weder Windows noch Windows RE starten könnten. Die Anzahl der Partitionen steigt, wenn der PC-Hersteller weitere hinzugefügt hat oder man eine ältere Windows-Installation auf das aktuelle Windows 10 Version 1709 aktualisiert hat. Als Ergebnis befinden sich heutzutage auf eingebauten Laufwerken, auf denen Windows installiert ist, mindestens zwei, meist aber drei, vier oder noch viel mehr Partitionen.

Wenn Sie sich selbst einen Überblick über die Partitionierung verschaffen wollen, reichen dafür die Windows-Bordmittel völlig aus. Die per Maus steuerbare Datenträgerverwaltung und das mächtigere, aber nur mit Befehlszeilen steuerbare Kommandozeilenprogramm Diskpart haben wir erst kürzlich ausführlich vorgestellt [1, 2]. Das Nachfolgende gilt gleichermaßen für herkömmliche Magnet-Festplatten wie für SSDs.

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