c't 5/2018
S. 160
Praxis
Linux-Container unter Windows
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Friedliche Koexistenz

Linux- und Windows-Container parallel in Docker unter Windows

Bereits seit dem Herbst-Update von Windows 10 sollten Linux-Container parallel zu Windows-Containern laufen. Mit einigen Monaten Verspätung gelingt das jetzt – zumindest in der Testversion von Docker. Was Entwickler und Administratoren erwartet.

Kaum eine Software mit großer Verbreitung auf Desktops und Servern wird so rasant weiterentwickelt wie die Container-Plattform Docker. Nahezu jedes Update bringt neben Fehlerbehebungen auch neue Funktionen mit und das Projekt wächst immer mehr in die Breite. Das liegt auch daran, dass viele große Firmen wie IBM, HP und Cisco an einzelnen Komponenten mitarbeiten und das System insbesondere für ihre Clouds weiterentwickeln.

Auch Microsoft hat erkannt, dass Containerisierung ein attraktiver Markt ist und hat seine Unterstützung von Docker stückweise ausgebaut. Dabei geht es darum, Linux- wie Windows-Serverdienste gleichberechtigt auf einem Host laufen zu lassen. Das Ziel dahinter ist klar: Administratoren und Entwickler sollen unter Windows 10 in einer gewohnten Umgebung ihre Dienste in Containern entwickeln, testen und kontrollieren. Windows Server soll dann zur bevorzugten Plattform für den produktiven Betrieb der fertigen Container werden – auf dem eigenen Server oder in der (Azure-)Cloud. Daher umfasst die Lizenz von Windows Server 2016 auch die Enterprise-Version von Docker.

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